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Stadt steht zu ihrem Wort

Erfurt. Wird die „Kartoffelhalle“ umgebaut oder nicht? Ist das Geld dazu vorhanden, oder muss der Bau verschoben werden? Dieses Thema erhitzte in den vergangenen Tagen die Gemüter, vor allem natürlich die der Verantwortlichen des Eishockeyclubs Erfurt e. V. mit all seinen Sportlern und Fans.

„Ich stehe zu meinem Wort und die Stadt steht zu ihrem Wort“, mit dieser Aussage begrüßte OB Andreas Bausewein heute Vertreter des Präsidiums des EHC Erfurt und der Fangemeinschaft, die ihm einen offenen Brief übergaben. Bausewein räumte ein, dass die Kommunikation der vergangenen Tage schlecht gelaufen war. Das dürfe sich nicht wiederholen.

„Wir wollen die ‚Kartoffelhalle‘ sanieren und am Netz halten“, versicherte Bausewein und erklärte die weiteren Schritte: „Ich werde den Fraktionen vorschlagen, mit dem Nachtragshaushalt 9,5 Mio. EUR für die Sanierung und Erweiterung einzustellen, dies wird in der Stadtratssitzung im November oder Dezember geschehen. Wir gehen damit als Stadt erst einmal in Vorleistung, brauchen aber die Fördermittel und hoffen, dass sich der Freistaat Thüringen zeitnah auch zu diesem Projekt bekennt.“ Alle Sportanlagen, die in den zurückliegenden Jahren saniert und gebaut wurden, seien mit Fördermitteln gebaut worden. So müsse es auch bei der Kartoffelhalle sein, allein könne die Stadt den Umbau nicht stemmen.

Bislang lag keine Fördermittelzusage vom Freistaat vor, daher stand das Projekt auf wackeligen Füßen. Eine Verschiebung um 15 bis 20 Jahre sei aber nie geplant gewesen. „Wir wissen, dass wir hier Handlungsdruck haben und werden jetzt intensive Gespräche mit dem zuständigen Ministerium führen“, so Bausewein weiter.

Erleichtert zeigte sich daraufhin Hans-Peter Meinhardt, Präsident des EHC. „Die Nachrichten über eine mögliche Verschiebung hatten uns kalt getroffen, nachdem wir selbst von der Idee eines Neubaus abrückten und uns zu einem guten Kompromiss verständigt hatten. Wir waren euphorisch und dann tief gefallen. Der Weg, den Herr Bausewein uns nun aufzeigt, lässt uns wieder hoffen. Entscheidend wird zunächst sein, wie nun mit den Sofortmaßnahmen umgegangen wird, um die Betriebserlaubnis aufrecht zu erhalten.“

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