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Erfurt. Bereits fünf Thüringer Friedhöfe haben gesonderte Grabfelder für muslimische Bestattungen eingerichtet. In Erfurt, Gera, Jena, Nordhausen und Sonneberg können Angehörige dort ihre muslimischen Verstorbenen bestatten. Weitere Kommunen prüfen derzeit die Ausweisung muslimischer Grabfelder. „Es ist ein gutes Zeichen, wenn auch zum Lebensende unterschiedlichen kulturellen und religiösen Bedürfnissen so weit möglich Raum gegeben wird“, begrüßt die Thüringer Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge, Mirjam Kruppa, diese Initiativen.

„Die Bereitstellung dieser Grabfelder ist jeweils mit einem intensiven und sehr konstruktiven Dialog zwischen Verwaltung und muslimischen Gemeinden einhergegangen. Jedoch können nicht alle muslimischen Riten in Deutschland eins zu eins umgesetzt werden“, erklärt die Beauftragte. So sei beispielsweise die Bestattung des Leichnams innerhalb von 24 Stunden aufgrund von Verwaltungs- und Gesundheitsvorschriften in der Regel nicht umsetzbar.

Hilfreich für alle Beteiligten bei der Suche nach Möglichkeiten muslimischer Bestattungen sei, jeweils die Hintergründe der Wünsche oder Vorgaben zu kennen. „Verständnis wächst durch Verstehen – dieser Grundsatz für ein gutes Miteinander gilt auch auf dem Friedhof“, betont Kruppa. Um in dieser für die Betroffenen ohnehin schwierigen Lebenslage das Verständnis zu fördern, hat die Beauftragte alle wesentlichen Informationen zu Möglichkeiten muslimischer Bestattungen in Thüringen in einer Broschüre zusammengefasst.

Die Broschüre ist online unter www.thueringen.de/bimf abrufbar und neben Deutsch auch in den Sprachen Arabisch, Dari und Türkisch verfügbar.


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