Foto: Jacob Müller
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Chemnitz. Wir sind stolz auf die wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Errungenschaften von Sachsen im Allgemeinen und Chemnitz im Speziellen – die ohne Freiheit, Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz nicht möglich gewesen wären.

Am 26./27. August 2019 jähren sich die schrecklichen Ereignisse in Chemnitz vor einem Jahr zum ersten Mal. Der gewaltsame Tod von Daniel H. und die darauffolgenden, durch nichts zu rechtfertigenden fremdenfeindlichen und rassistischen Übergriffe, Ausschreitungen und Randale sind nicht vergessen und haben eine tiefe Betroffenheit hinterlassen.

Der Rektor der Technischen Universität Chemnitz, Prof. Dr. Gerd Strohmeier, und der Prorektor für Lehre und Internationales, Prof. Dr. Maximilian Eibl, haben nach den Ereignissen in einem Offenen Brief (www.mytuc.org/rmwf) deutlich gemacht, dass die TU Chemnitz für Weltoffenheit, Vielfalt und ein friedliches Miteinander steht und Gewaltverbrechen, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus auf das Schärfste verurteilt. Zugleich wurde darin zum Ausdruck gebracht, dass sich die TU Chemnitz ihrer regionalen Verantwortung bewusst ist und die von ihr gelebten Grundsätze der Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Weltoffenheit weiterhin selbstbewusst nach außen tragen wird.

Im Mai 2019 hat der Senat der TU Chemnitz vor dem Hintergrund der Kommunal- und Europawahlen ein starkes Bekenntnis zu einer weltoffenen und demokratischen Stadt Chemnitz abgegeben (www.mytuc.org/zpkj). Darin wurde u.a. deutlich gemacht, dass die TU Chemnitz als Bildungs- und Forschungseinrichtung Menschen aus der ganzen Welt ein Zuhause bietet, und Forscherinnen und Forscher, Studentinnen und Studenten, unabhängig davon, woher sie kommen, welcher Religion sie angehören, welche sexuelle Orientierung sie haben oder welche Form des Zusammenlebens sie wählen, willkommen heißt. Zugleich wurde darin der Wunsch geäußert, dass nicht nur auf dem Campus der Universität, sondern in der ganzen Stadt ein weltoffenes und von Akzeptanz geprägtes Klima herrscht, und vor dem Hintergrund alle Stadtratsmitglieder mit Nachdruck aufgefordert, weiterhin für eine offene und diskriminierungsfreie Stadtgesellschaft zu streiten und für die Grundwerte einer freien, demokratischen und offenen Gesellschaft einzutreten.

Wir sind stolz auf die wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Errungenschaften von Sachsen im Allgemeinen und Chemnitz im Speziellen – die ohne Freiheit, Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz nicht möglich gewesen wären. Zugleich sind wir aber tief betroffen angesichts verschiedener Ereignisse und Entwicklungen, die diesen unverzichtbaren Grundwerten zuwiderlaufen. Vor dem Hintergrund rufen wir alle im Freistaat Sachsen lebenden Menschen, insbesondere alle Entscheidungsträger und Entscheidungsträgerinnen, mit äußerstem Nachdruck auf, sich gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Rechtsextremismus, antifreiheitliche und antidemokratische Bestrebungen einzusetzen sowie mutig und engagiert für Freiheit, Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz einzutreten.

Rektorat der TU Chemnitz
Weitere Informationen finden Sie unter
#wirsindchemnitz: http://bit.ly/wirsindchemnitz

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