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Leipzig. 68 Prozent der Mitarbeiter der Leipziger Stadtverwaltung sind mit ihrer Arbeit überwiegend oder sehr zufrieden, gut drei Viertel der Beschäftigten arbeiten gern für die Stadt. Dies geht aus der aktuellen Mitarbeiterbefragung hervor, deren Ergebnisse jetzt vorliegen. Insbesondere junge Mitarbeiter, Auszubildende oder Studenten bewerten die Stadtverwaltung sehr positiv.

Aus Sicht der Mitarbeiter tragen vor allem ein sicherer Arbeitsplatz mit einer sinnvollen, abwechslungsreichen Tätigkeit und interessanten Aufgaben zur Attraktivität eines Arbeitsgebers bei. Dieser inhaltliche Aspekt ist den Befragten sogar deutlich wichtiger als geregelte Arbeitszeiten. Zudem betonen sie, dass sich der Beruf gut mit einer Familie vereinbaren lassen sollte. Bei der Bewertung der Stadtverwaltung finden sich ebendiese Themen auf den vorderen Plätzen wieder. Schon an dritter und vierter Stelle werden inhaltliche Aspekte – interessante und abwechslungsreiche Aufgaben – genannt.

„Die Stadtverwaltung ist ein attraktiver Arbeitgeber in der Region“, konstatiert Claudia Franko, Leiterin des Personalamtes. „Nicht nur, weil die Arbeitsplätze als beständig wahrgenommen werden, sondern gerade auch, weil die Tätigkeit als sinnstiftend und interessant erlebt wird – ganz entgegen des Klischees.“

Leipzigs Verwaltungsbürgermeister Ulrich Hörning: „Trotz guter Ergebnisse ist es wichtig, dass wir die Anliegen und Hinweise unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr ernst nehmen. Die Befragung hält uns den Spiegel vor das Gesicht und zeigt damit auf, was wir als Stadtverwaltung tun können, um unsere Attraktivität als Arbeitgeber weiter zu erhöhen. Dies ist eine Aufgabe der gesamten Verwaltungsspitze.“

Gut 48 Prozent der Befragten gaben an, dass die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf ein wichtiges Anliegen der Stadt ist. Hohe Zustimmung gab es auch beim Thema Zusammenarbeit: Der Aussage „Ich arbeite mit meinen Kolleginnen und Kollegen gern zusammen“ standen rund 86 Prozent der Befragten positiv gegenüber. Doch auch Verbesserungspotenziale zeigt die Erhebung auf. Die Befragten erhalten im Durchschnitt nur teilweise regelmäßige Rückmeldung von ihren Vorgesetzten. Dafür waren Mitarbeiter, die regelmäßig Feedback von ihrer direkten Führungskraft bekamen, auch mit anderen wichtigen Arbeitsaspekten zufriedener. Nur 49 Prozent der Mitarbeiter der Stadtverwaltung stimmten der Aussage zu, dass ihr Vorgesetzter eine Vorbildfunktion für sie habe, 26 Prozent gaben an, dass dies eher nicht oder überhaupt nicht zutreffe. Deutlich wurde auch, dass die Stadtverwaltung mehr für die Personalentwicklung tun sollte. Nur etwas mehr als ein Drittel der Befragten gaben an, mit den beruflichen Perspektiven bei der Stadt zufrieden zu sein.

Gut 7.600 Mitarbeiter konnten an der Erhebung im März dieses Jahres teilnehmen, die Beteiligung lag bei knapp 42 Prozent. Zwei Drittel der Beschäftigten der Stadtverwaltung sind weiblich, ein Drittel männlich. Die Mitarbeiter sind in 40 Ämtern der Stadt beschäftigt. Bis 2025 werden rund 12 Prozent der Bediensteten der Stadtverwaltung in den Ruhestand eintreten, zugleich steigt der Personalbedarf: 2020 rechnet die Verwaltung aufgrund des Bevölkerungszuwachses mit rund 8.600 Angestellten. Die letzte Mitarbeiterbefragung stammt aus dem Jahr 2014 und hatte vor allem die Themen psychische Belastungsfaktoren und Beteiligung zum Inhalt.

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