Von Alexander Jörk - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=50936679 (Ausschnitt)

Neues Angebot der Evangelischen Kirchengemeinde Gera

Gera. Ein Experiment wagt die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Gera: Am kommenden Freitag (16. August) wird unter dem Motto „Traumkirche“ ab 20 Uhr in der Salvatorkirche zu Musik von der Röver-Orgel (Foto) und Kirchenschlaf eingeladen. Jugendliche und Erwachsene sind dazu eingeladen, den Kirchenraum bei Musik, Gebet und im Schlaf eine Nacht lang zu erleben. Die Anmeldung über das Büro der Kirchengemeinde ist hilfreich (kg.gera@ekmd.de oder Tel. 0365-8001265), aber auch Spontangäste sind willkommen. Schlafsack und Isomatte müssen mitgebracht werden.

Die Initiative für das neue Angebot stammt von Kantor Martin Hesse. „Ich habe von einer Kirche in Washington D.C. gehört, die so etwas anbietet. Jetzt wollen wir das auch für Gera ausprobieren“, sagt er. Gemeinsam mit Pfarrer Stefan Körner hat er die Organisation und Gestaltung übernommen. Ab 20 Uhr können die Interessierten eintreffen, um 22 Uhr ist der gemeinsame Beginn mit einem Nachtgebet geplant. Die Besucher suchen sich dann einen Schlafplatz und der Tag klingt mit „Orgelmusik zum Runterkommen“ aus. „Ich versuche, ganz zarte Klänge aus der Orgel herauszuholen, um ein sanftes Einschlummern zu ermöglichen. Umgekehrt werde ich die Schlafenden am Samstagmorgen ganz sanft mit Orgelmusik wecken“, erklärt Hesse. Nach dem Morgengebet schließt sich ein gemeinsames Frühstück an.

Der Kantor ist ehr gespannt auf die Resonanz. „Das Angebot richtet sich an Jugendliche und Erwachsene, die sich bereit für ein solches Abenteuer fühlen. Als Jugendlicher darf man ja sowas machen, aber ab einem gewissen Alter wirkt es ungewöhnlich. Wir haben Lust darauf, es trotzdem zu versuchen“, sagt Hesse. Was die Besucher aus ihrem Kirchenschlaf machen, hält er für vollständig offen. „Die einen haben einfach nur mal in einer Kirche übernachtet, für Andere führt es vielleicht dazu, die Kirche ganz neu zu entdecken – zum Beispiel weil sich ihnen acht Stunden lang unter einem bestimmten Deckengemälde etwas zeigt oder sie sich von Ornamenten oder Fenstern besonders angesprochen fühlen.“

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