Anzeige

Grünes Herz Thüringen.

Erfurt. „Auf großem Raum pflanz einen Baum. Und pflege sein, er bringt’s dir ein“ – diese bäuerliche Weisheit bestätigt sich dieser Tage in besonderer Weise. Denn der Klima-wandel setzt in Form von Hitzerekorden, Dürreperioden, Waldbränden und Borken-käferplage unseren Wäldern zu. Der anhaltende Trockenstress der Thüringer Bäume ist zweifelsfrei auf die deutlich gestiegenen Temperaturjahresmittelwerte und die sich verschlechternde klimatische Wasserbilanz zurückzuführen.

Geschwächt wird in besonderer Form die flachwur-zelnde Fichte, mit fast 40% die dominierende Baumart in unseren Wäldern. Aber auch die Buche, mit 20% die zweithäufigste Art, ist – regional abgestuft – mit gravierenden Problemen und reduzierter Widerstandskraft konfrontiert. Für unseren Freistaat Thüringen ist diese Entwicklung besorgniserregend. Rund ein Drittel Thüringens ist mit Wald bedeckt. Deutschlandweit stehen wir auf Platz sieben der Länder bezüglich des Bewaldungsprozents und auf Platz drei bezüglich des Holzvorrats je Hektar. Die Bürger*innen schöpfen aus den Thüringer Wäldern Kraft, Erholung und Identität.

Für rund 15.000 Pflanzen- und Tierarten sind die hiesigen Wälder Lebensraum, für die ländlichen Gebiete sind sie ein wichtiger Wirtschaftsfak-tor. Über 40.000 Arbeitsplätze und über 2 Mrd. EUR Umsatz drücken die Bedeutung der Holz- und Forstwirtschaft für die regionale Wirtschaftsstruktur aus.

Solange wir unsere Wälder nachhaltig bewirtschaften und die verschiedenen Nutzun-gen verhältnismäßig bleiben, sind sie ein perfektes System, um diese Bedürfnisse nachhaltig zu decken. Deshalb geht es heute mehr denn je darum, dieses Herzstück Thüringens als Sauerstoffproduzent, CO2-Speicher, Lebensraum, Rohstofflieferant, Arbeitsplatz und Heimat zu erhalten.


AktionsplanWald2030ff
Anzeige