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Dresden. Psychologen der TU Dresden haben PandaMom – ein internetbasiertes Selbsthilfe-Programm für werdende Mütter zur Förderung des Wohlbefindens im Zeitraum rund um die Geburt und im ersten Jahr danach entwickelt.

Es ist die Zeit des großen Glücks: Nach über neun Monaten des Wartens, Hoffens und manchmal auch Bangens liegt das neue Familienmitglied zufrieden schlafend im neu eingerichteten Kinderzimmer. Die frisch gebackenen Eltern sind stolz und überglücklich. Oder doch nicht?

„Unser Baby wird ungefähr eine halbe Stunde schlafen, dann muss ich jetzt schnell die Wohnung aufräumen, duschen gehen und mich zurechtmachen. Oh, wie ich noch aussehe. Um drei Uhr kommen Freunde und wollen sich das Baby anschauen. Eigentlich würde ich jetzt am liebsten auch schlafen“.

Oft gehen vor allem Müttern kurz nach der Geburt Gedanken des Zweifelns, der Unzufriedenheit, der Angst und Sorgen durch den Kopf. Sie setzen sich selbst unter Druck und fühlen sich auch von ihrer Umwelt und der Gesellschaft großen Erwartungen ausgesetzt. Sie fühlen sich sowohl seelisch, als auch körperlich erschöpft.

Doch nicht nur nach der Geburt, auch davor, leiden viele schwangere Frauen unter Beschwerden wie gedrückter Stimmung, Angst, Anspannung und Nervosität. Die Gründe dafür sind vielfältig, professionelle Beratung oder Behandlung suchen sich nur die Wenigsten. Hinzukommt, dass Beratungsstellen vor allem in ländlichen Raum sehr rar sind. Viele der Frauen schämen sich, über ihre Gefühle zu sprechen und trauen sich nicht um Unterstützung zu bitten, weil sie denken, alles alleine schaffen zu müssen. Sie wollen anderen nicht zur Last fallen.

An der Professur für Klinische Psychologie und E-Mental-Health der TU Dresden wurde unter der Leitung der Diplom-Psychologinnen Franziska Hagner und Juliane Schmidt-Hantke nun das anonyme und kostenfreie Online-Selbsthilfeprogramm PandaMom in Zusammenarbeit mit Frauenärzten, Hebammen, Schwangeren und Müttern entwickelt. Es bietet schwangeren Frauen mittels Info-Texten, Audios, Übungen und Fallbeispielen Informationen und Unterstützung, wie sie ihr emotionales und körperliches Wohlbefinden in der Schwangerschaft und nach der Geburt erhalten und gegebenenfalls auch verbessern können. Das Programm ist über das Internet erreichbar und steht so allen interessierten Frauen zu jeder Tageszeit und unabhängig vom Wohnort zur Verfügung.

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„Das Ziel von PandaMom ist es, den Frauen im letzten Schwangerschaftsdrittel gezielt Ängste und Sorgen zu nehmen. Wir klären darin über die körperlichen, emotionalen und sozialen Veränderungen auf, mit denen in der Zeit vor und nach der Entbindung zu rechnen ist. Dass werdende Mütter besorgt und unsicher sind, ist vollkommen normal. Wir möchten zeigen, wie man mit den Herausforderungen umgehen kann”, erläutert Franziska Hagner. „Dazu gehört aber auch die eigenen Bedürfnisse nicht aus dem Blick zu verlieren. Natürlich stehen in der Zeit nach der Geburt die Bedürfnisse des Babys ganz vorne, aber es ist wichtig, dass auch die Mütter ihre eigenen Bedürfnisse wahrnehmen, gut für sich sorgen und Unterstützung annehmen, denn nur so können sie die stressige Zeit nach der Geburt ohne anhaltende Erschöpfung und depressive Symptome überstehen. Vielen Frauen sind auch die Unterstützungsangebote nicht bekannt, die man in Anspruch nehmen kann. Das möchten wir ändern!“

Das Programm beinhaltet sechs Haupt- und vier Zusatzmodule, aus denen die Teilnehmerinnen frei wählen können. Die Inhalte beziehen sich auf Themen rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett, darunter beispielsweise Herausforderungen während der Schwangerschaft, Veränderungen in der Partnerschaft, Mutter-Kind-Bindung und psychische Erkrankungen im Wochenbett. Zudem wird auf weitere Unterstützungsmöglichkeiten hingewiesen.

Nach jedem Modul erhalten die Nutzerinnen individuelles Feedback von einer Psychologin aus dem Studienteam. Außerdem haben die Frauen die Möglichkeit, sich im PandaMom-Forum anonym mit anderen Teilnehmerinnen auszutauschen.


Teilnahmebedingungen

PandaMom ist aktuell das einzige deutschsprachige Online-Selbsthilfe-Programm zu diesem Thema. Teilnehmen können volljährige, schwangere Frauen im 3. Trimester (ab der 27. Schwangerschaftswoche). Sie sollten fließend Deutsch sprechen und einen PC mit Internetzugang oder Zugang zu einem Smartphone/Tablet mit App-Nutzung haben. Frauen, die aktuell an einer psychotischen Erkrankung (Schizophrenie) oder Suchterkrankung leiden, können leider nicht teilnehmen.

Die Anmeldung ist möglich unter: https://tu-dresden.de/mn/psychologie/ikpp/e-mental-health/forschung/pandamom


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