Eisenach. Das Bachdenkmal am Frauenplan wird restauriert. Zur Vorbereitung der Arbeiten, die nächste Woche beginnen, wurden bereits die Grünpflanzen rund um das Denkmal entnommen.

Für die Sanierung der Bronze-Skulptur von Johann Sebastian Bach wird das Denkmal des berühmten Komponisten in der kommenden Woche vom Sockel gehoben und in die Restauratorenwerkstatt nach Berlin transportiert. Der Steinsockel und teilweise die Natursteinmauer hinter dem Denkmal werden direkt am Ort sowie in der Werkstatt bearbeitet. Restauriert wird zugleich auch das Bronzerelief der heiligen Cäcilie, das an der Mauer hinter dem Bachdenkmal angebracht ist.

Um jetzt die restauratorischen Arbeiten beginnen zu können, wurden vorab die Denkmal-Skulptur wie auch Sockel und Steinmauer von Fachleuten genau untersucht. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen von Prof. Bernhard Mai aus Erfurt und von Dipl. Restaurator Stephan Scheidemann aus Friedrichroda sind nun die Grundlage für die Restaurierungsarbeiten am Bachdenkmal.

Mit den metallrestauratorischen Arbeiten wurde die Firma Haber & Brandner aus Berlin beauftragt. Das Restaurieren der Steinelemente übernimmt der Steinmetzbetrieb Thomas Möller aus Schwabhausen. Beide Firmen erhielten die Aufträge nach einer beschränkten Ausschreibung.

Die Kosten für die Restaurierung des Bachdenkmals sind insgesamt mit rund 84.000 Euro veranschlagt. Das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie übernimmt davon 41.000 Euro, der Eigenanteil der Stadt beträgt 41.500 Euro. „Ich freue mich, dass unser Bachdenkmal endlich in die Kur kommt. Außerdem unterstützt die Peter-Mädler-Stiftung die Arbeiten mit einer Spende von 1.500 Euro“, betont Oberbürgermeisterin Katja Wolf.

Die Arbeiten an der Bronzeplastik, der Relieftafel sowie an den Steinelementen werden voraussichtlich bis Mitte Oktober dauern, so dass anschließend das Denkmal wieder aufgestellt werden kann. Danach wird es auch eine neue Bepflanzung rund um das Denkmal geben.

Der Komponist Johann Sebastian Bach wurde am 21. März 1685 in Eisenach geboren. Das Bachdenkmal am Bachhaus in Eisenach entstand 1884, entworfen von dem Bildhauer Adolf von Donndorf, hergestellt von Hermann Heinrich Howaldt. Es wurde damals auf dem Markt, vor der Nordseite der Georgenkirche, errichtet und erhielt um 1938 dann seinen Platz vor dem Bachhaus am Frauenplan. Das Eisenacher Bachhaus wurde 1907 von der Neuen Bachgesellschaft als erstes Bach-Museum eröffnet.

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