Leipzig. Ein 23 Jahre alter Mann tickte heute Morgen im S-Bahnhaltepunkt Bayrischer Bahnhof nach der Fahrkartenkontrolle aus. Beim Verlassen der S-Bahn zog er die Notbremse und ging immer wieder vor dem Zug in die Gleise. Als die inzwischen alarmierten Streifen der Bundespolizei Leipzig eintrafen, flüchtete er in den Citytunnel. Nach kurzer Verfolgung und gleichzeitiger Sperrung des Citytunnels wurde die Person gestellt.

Der Leipziger wehrte sich massiv gegen die Maßnahmen der Beamten und versuchte sich ständig loszureißen. Nur mit Mühe konnte er aus den Gleisen entfernt und zur Wache im Leipziger Hauptbahnhof gebracht werden. Auch hier leistete er permanent Widerstand und konnte erst nach circa zwei Stunden durch den Notarzt mit Medikamenten ruhiggestellt werden.

Wie sich später auf der Wache herausstellte, stand der Mann unter Drogeneinfluss. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellte sich heraus, dass der polizeibekannte Leipziger von der Staatsanwaltschaft wegen Diebstahls mit Haftbefehl gesucht wurde. Auch das Amtsgericht Leipzig hatte ihn wegen Diebstahls und Erschleichen von Leistungen zur Fahndung ausge-schrieben. Auf Grund seines Zustandes wurde er mit dem Krankenwagen in das Haftkrankenhaus der JVA Leipzig überführt. Im Rettungswagen spuckte er dann auch noch der Sanitäterin ins Gesicht. Die nächsten 30 Tage sitzt der Mann in Haft.

Die Bundespolizei Leipzig hat Ermittlungsverfahren wegen Erschleichen von Leistungen, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverlet-zung und Missbrauch von Nothilfemitteln eingeleitet.

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