Vogeltränken helfen Vögeln und Insekten

Foto: Rita Priemer
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NABU Thüringen: Vogeltränken helfen Amsel und Co., aber auch Insekten an heißen Tagen

Jena. Die Hitzewelle, die derzeit über Thüringen rollt, macht nicht nur den Menschen zu schaffen, sondern auch den Tieren. Der NABU Thüringen empfiehlt deshalb jetzt Vogeltränken aufzustellen. Damit sich die Vögel beim Trinken nicht mit für sie gefährlichen Krankheitserregern anstecken, müssen die Tränken täglich gereinigt und das Wasser gewechselt werden.

Hygiene ist oberstes Gebot

„Die anhaltende Trockenheit hat bei uns viele natürliche Wasserstellen, wie Pfützen und Gräben austrocknen lassen. Deshalb müssen unsere Vögel bis zur nächsten Wasserstelle oft weite Strecken zurücklegen“, erklärt Klaus Lieder, der Sprecher des Landesfachausschusses für Ornithologie im NABU Thüringen. „Wer den Tieren helfen möchte, der richtet im Garten oder auf dem Balkon eine Vogeltränke ein.“ Der Vogelexperte rät zum täglichen Wasserwechsel. Allzu schnell können sich sonst Salmonelle, Trichomonade & Co. vermehren. Genauso gehören Ausspülen und Sauberwischen zum Pflichtprogramm des verantwortungsvollen Vogelfreundes. Es darf allerdings keine Chemie zur Desinfektion verwendet werden, eine Bürste und kochendes Wasser reichen hier völlig aus.

Den Standort wählen

Der richtige Platz für eine Vogeltränke ist wichtig. „Vögel sind beim Baden und Trinken oft abgelenkt und eine einfach Beute für Katzen. Damit der Stubentiger kein leichtes Spiel hat, darf es in der näheren Umgebung keine Versteckmöglichkeiten für Katzen geben.“

Welche Tränke ist die Richtige?

Eine Auswahl an Vogelbädern gibt es im Gartenhandel. Eine flache Schüssel oder ein Blumentopf-Untersetzer sind ebenfalls gut geeignet. Wichtig ist es auch, dass der Boden der Tränke rau ist, so dass die Vögel genügend Halt haben und nicht rutschen. Übrigens fliegen auch verschiedenste Insekten auf Wasser im Garten oder auf dem Balkon, um dort ihren Durst zu stillen. Auf einem Stein oder Stück Holz in der Wasserschale oder im Teich können Tiere sicher landen.

Weitere Infos unter www.NABU-Thueringen.de

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