TU-Präsident spricht auf der Berliner Demo neben Greta Thunberg
TU-Präsidium schließt sich den Forderungen der Fridays for Future-Bewegung an

Prof. Dr. Christian Thomsen, Präsident der Technischen Universität Berlin:

„Die Fridays for Future-Bewegung ist richtig, sie ist wichtig, sie ist für unsere Zukunft bedeutend. Sie ist schon jetzt aktiver Teil unserer Universität. Viele Studierende und Wissenschaftler*innen engagieren sich, und die Universitätsleitung der TU Berlin schließt sich den Forderungen der Fridays for Future-Bewegung an. Darauf bin ich als Präsident stolz! Die Wissenschaft hat jetzt die Chance, ihre Expertise in den notwendigen Veränderungsprozess einzubringen. Wir müssen uns noch mehr Gehör verschaffen – insbesondere bei der Politik. Und die Politik muss noch häufiger auf die Wissenschaft zugehen! Es gibt neben Berlin keine andere Stadt in Deutschland, in der Wissenschaft und Politik örtlich so nah beieinander sind. Berlin hat diesen Vorteil, und wir müssen ihn nutzen.

Deshalb wollen die drei großen Universitäten und die Charité ein neues Forschungszentrum für Klimaneutralität gründen. Wissenschaftler*innen aus unterschiedlichen Disziplinen sollen gemeinsam zum Thema Klimaneutralität arbeiten. Für diese Initiative zeigen bereits Wirtschaftsunternehmen und Organisationen Interesse und wollen sie fördern. Auch der Regierende Bürgermeister von Berlin unterstützt unser Anliegen. Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft müssen jetzt gemeinsam handeln.

Damit unsere Absolvent*innen die Klimawende aktiv mitgestalten können, wollen wir noch mehr Klimathemen in unsere Studiengänge integrieren. Schon jetzt verzeichnen wir einen deutlichen Zuwachs an Bewerbungen auf unsere Bachelorstudiengänge in den Bereichen Ökologie und Umweltplanung sowie Nachhaltiges Management. Bis Ende August läuft die Einschreibefrist für unsere NC-freien Studiengänge. Mit jedem Ingenieursabschluss kann man nachhaltig wirken. Einen Zertifikatskurs Nachhaltigkeit gibt es bereits an der TU Berlin, im kommenden Wintersemester bieten wir außerdem eine neue Ringvorlesung an.

Wir sind auch auf unserem Campus aktiv. Einen Teil davon werden wir klimaneutral gestalten. In der ersten Phase des Projekts von 2016 bis 2018 untersuchten unsere Wissenschaftler*innen 49 Gebäude der TU Berlin und der Universität der Künste Berlin auf ihre energetische Bilanz und leiteten daraus 1000 Einzelmaßnahmen ab, um das Energiewendeziel zu erreichen. Dazu zählen Fassaden-, Dach- und Fenstersanierung genauso wie die Nutzung von Abwärme und Solarenergie sowie Wärmerückgewinnung. Das nehmen wir jetzt in Angriff.

Im September folgen weitere Gespräche mit der Studierendengruppe Fridays for Future.“

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