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Historischer Stadtrundgang
Mit Dr. Daniel Logemann und Dr. Marc Bartuschka am
20. Juli um 16:00 Uhr, beginnend am Theaterplatz, Weimar

Weimar. 13 Millionen Menschen aus dem deutsch besetzten Europa mussten im Zweiten Weltkrieg Zwangsarbeit im Deutschen Reich leisten. Männer, Frauen und auch Kinder arbeiteten in der Rüstungsindustrie, in der Landwirtschaft, in privaten Haushalten, bei Handwerkern und sogar bei der Müllabfuhr. Weimar bildete keine Ausnahme, überall in der Stadt und den angrenzenden Gemeinden wurden Zwangsarbeiter eingesetzt. Als die Weimarer Gestapo im stadtnahen Wald Webicht noch am 5. April 1945 mindestens 149 angebliche Gegner des Regimes hinrichtete, waren unter diesen auch Zwangsarbeiter. Der Rundgang wird die Geschichten von Zwangsarbeit in Weimar an ausgewählten Schauplätzen aufgreifen und in einen breiteren Kontext einordnen. Eingegangen wird dabei auch auf das zukünftige Museum Zwangsarbeit im Nationalsozialismus, das im ehemaligen Gauforum eingerichtet wird.

Die Teilnahme an der aufschlussreichen Führung ist kostenlos.

Marc Bartuschka studierte Osteuropäische Geschichte, Neuere Geschichte und Politikwissenschaft in Jena. Er ist freiberuflicher Historiker und schließt derzeit eine Veröffentlichung zur Zwangsarbeit in Weimar ab.

Daniel Logemann studierte Osteuropäische Geschichte, Polnische Literaturwissenschaft und Südosteuropastudien in Jena, Lublin und Krakau. Derzeit ist er Kustos des Arbeitsbereichs Zwangsarbeit in der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Gefördert im Rahmen des Landesprogrammes “Denk bunt – Thüringer Landesprogramm für Demokratie Toleranz und Weltoffenheit!”

Ein Angebot im Weimarer Sommer 2019.

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