Foto: Bundespolizei
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Dessau. Am gestrigen Dienstag, den 16. Juli, gegen 14:15 Uhr sorgte abgestelltes Gepäck auf dem Hauptbahnhof Dessau erneut für eine Räumung des Gebäudes. Die Bundespolizei wurde auf mehrere Gepäckstücke im Südflügel hingewiesen, die bereits schon über eine halbe Stunde dort herrenlos gestanden haben sollen. Sofort wurde begonnen, mittels Lautsprecherdurchsagen und Reisendenbefragungen den Besitzer ausfindig zu machen. Die Gepäckstücke erschienen den Beamten dazu äußerst suspekt, handelte es sich doch um einen großen Koffer, ein Rucksack und zwei große Rollen mit sichtbaren Kabelteilen und ein Paket, das eingewickelt in einen Müllsack und mit Klebeband verklebt war.

Die Fahndung des Besitzers der Gepäckstücke blieb erfolglos, so dass die Bundespolizisten Entschärfer anforderten und damit begannen das Gebäude zu räumen. Von der Räumung betroffen waren Mitarbeiter und Gäste des Bäckers, der Toiletten, des Reisezentrums und der Spielothek. Kurze Zeit später erschien ein 40-jähriger Mann bei den Beamten und gab an, dass das Gepäck ihm gehöre. Das konnte er auch glaubhaft nachweisen. Er habe sich angeblich nur kurz von seinem Gepäck entfernt. Die Räumungsmaßnahmen wurden eingestellt.

Auswirkungen auf den Zugverkehr waren nicht zu verzeichnen. Der Mann wurde eindringlich belehrt, welche Auswirkungen diese Nachlässigkeit, nicht nur für ihn haben kann.

Da es in Dessau in der jüngsten Vergangenheit bereits zweimal zu derartigen Sachverhalten kam und dies auch an weiteren Bahnhöfen keine Seltenheit darstellt, appelliert die Bundespolizei erneut an alle Bürgerinnen und Bürger ihr Gepäck immer im Blick zu behalten, bei sich zu führen und ganz besonders darauf zu achten. Neben einem möglichen Gepäckdiebstahl kann es sonst auch zu einem großen Polizeieinsatz mit erheblichen Auswirkungen unter finanzieller Regressnahme des Verursachers kommen.

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