Leipzig. Weil immer mehr Fußgänger den Lindenauer Markt nutzen, wird dieser im kommenden Jahr umgestaltet. Dies hat die Stadtspitze jetzt auf Vorschlag von Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau auf den Weg gebracht. Der Lindenauer Markt wurde zuletzt um die Jahrtausendwende neu geplant. Seither hat jedoch aufgrund gestiegener Einwohnerzahlen und des Baus eines großen Einkaufsmarktes vor Ort der Fußgängerverkehr stark zugenommen. Der Stadtrat hatte daher im März 2017 die Umgestaltung als Teil des integrierten Verkehrskonzeptes Altlindenau beauftragt. Umweltfreundliche Verkehrsarten sollen dabei gestärkt werden.

Die Pläne sehen vor, einen durchgehenden Fußweg auf der Nordseite des Marktes von der Rietschel- zur Kuhturmstraße zu schaffen, wobei die Gehwege deutlich breiter als bisher vorgesehen sind. Das Parken auf diesem Fußweg wird baulich erschwert, die Anlieferung der Geschäfte am Markt ist über entsprechende Lieferzonen dennoch möglich. Freisitze vor den Geschäften sind künftig vorgesehen, auch neue Bänke werden aufgestellt. Der Übergang zum Theater der Jungen Welt soll durch so genannte Gehwegnasen – ein verlängerter und in den Straßenraum gezogener Bürgersteig – sicherer werden, auch die vorhandenen Fahrradbügel werden dafür neu gruppiert.

In der Kuhturmstraße sollen vier neue Bäume gepflanzt und ebenfalls weitere Bänke aufgestellt werden. Der Südbereich an der Kreuzung Götzstraße/Dreilindenstraße erhält Poller, sodass der Platz aus nördlicher Richtung verkehrsberuhigt ist. Damit die medizinischen Einrichtungen im Westbad auf der Marktstraße künftig ebenfalls sicherer erreicht werden können, sind auch hier Gehwegnasen geplant. 52 zusätzliche Fahrradbügel entstehen an den Seiten des Platzes.

Auf dem Markt sollen die vorhandenen Platzressourcen künftig besser nutzbar sein, deshalb werden unter anderem die Hochbeete und die bestehende Sitzgruppe entfernt – somit ist das Areal insgesamt barrierefreier. Auch eine öffentliche Toilette, neue Bänke mit Holzauflage sowie ein Trinkbrunnen sind hier angedacht. Weil die Bäume im Nordbereich des Platzes im vergangenen Sommer vertrocknet sind, müssen diese gefällt werden. Ein neuer Baum ist dafür vorgesehen.

Insgesamt 550.000 Euro, die aus dem Bund-Länder-Programm „Stadtumbau“ unterstützt werden, sind für die Arbeiten eingestellt. Darin enthalten ist jedoch nicht die vergrößerte Haltestellenfläche zwischen dem stadtwärtigen Haltepunkt und der Kuhturmstraße.

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