Magdeburg. Bereits am Samstag, den 6. Juli, gegen 10:15 Uhr verständigte eine Zugbegleiterin die Bundespolizei in Magdeburg und gab unter Tränen an, dass sie sich in dem Regionalexpress von Sachsendorf nach Magdeburg in ihr Dienstabteil eingeschlossen habe, da sie sich fürchte. Hintergrund ihrer Angst, war ein 35-jähriger Deutscher, der in Sachsendorf zugestiegen war. Er sprach noch kurz mit der 19-jährigen Zugbegleiterin, wurde dabei jedoch in seiner Wortwahl schnell sexuell anzüglich. Dann fasste er die junge Frau unvermittelt an und glitt mit der Hand über ihr Gesäß und ihre Hüfte.

Grüne fragen nach Verletzten durch Pyrotechnik in Stadien

Die Zugbegleiterin lief daraufhin in ihr Dienstabteil und wirkte noch bei Ankunft der Beamten sehr aufgelöst. Letztere begaben sich in Magdeburg Südost in den Zug und stellten hier den 35-Jährigen. Dieser war sich keiner Schuld bewusst. Zusätzlich konnte er keine Fahrkarte für die Zugfahrt ab Sachsendorf vorweisen. Er wird sich wegen sexueller Belästigung und wegen des Erschleichens von Leistungen verantworten müssen.

Über 1.000 politisch-rechts motivierte Straftaten im Mai

Die 19-jährige Zugbegleiterin war durch diese Tat so beeinträchtigt, dass sie ihren Dienst am Hauptbahnhof Magdeburg abbrechen musste.