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Umweltminister eröffnet Fledermauslehrpfad

Greifswald. Wie fühlt es sich an, kopfüber von der Decke zu hängen? Wie orientiert man sich im Dunkeln? Wie funktioniert eigentlich Echoortung? Antworten auf diese Fragen gibt ein neuer Fledermauslehrpfad im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide. Dieser wurde am 25. Juni 2019 vom Minister für Landwirtschaft und Umwelt in Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus, eingeweiht. Der Fledermauslehrpfad ist Teil des Citizen-Science-Projekts „F.U.N.“, das vom Institut für Angewandte Zoologie und Naturschutz der Universität Greifswald in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide durchgeführt wird.

Die Abkürzung „F.U.N.“ steht für Forschung, Umweltbildung und Naturschutz. Das bürgerwissenschaftliche Projekt, das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert wird, will Spaß an Forschung vermitteln. Am Beispiel der Fledermäuse können kleine und große Bürger erfahren, was es heißt Naturforscher zu sein. Das Projekt basiert auf zwei wesentlichen Säulen: Der Webseite www.fledermausfun.de, die als Informations- und Mitmachplattform dient; und der Citizen-Science-Station in Wooster Teerofen im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide.

Aktuell hat der Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide hier in enger Zusammenarbeit mit der Universität Greifswald einen Fledermauslehrpfad geplant und umgesetzt. Der Fledermauslehrpfad wurde mit 50.000 Euro über EU-Mittel finanziert. An den Erlebnisstationen können Kinder und Erwachsene hautnah erfahren, was es heißt, Fledermaus zu sein. Neben dem Fledermauspfad bietet das F.U.N.-Projekt zahlreiche Veranstaltungen im Naturpark und in Greifswald sowie Unterrichtsmaterialien für alle Altersgruppen, die auf der Webseite kostenfrei heruntergeladen werden können. Außerdem können Bürgerinnen und Bürger über die Internetseite von zu Hause aus lernen, wie man „Fledermaus-Daten“ analysiert, um sich aktiv an echten Forschungsprojekten zu beteiligen.

Das F.U.N.-Team um Prof. Dr. Gerald Kerth von der Universität Greifswald und Ralf Koch vom Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide hofft, gemeinsam mit der Bevölkerung viele neue Erkenntnisse aus der Welt der Fledermäuse zu gewinnen, um diese spannenden Tiere in Zukunft noch besser schützen zu können. „Es ist für alle Seiten sehr bereichernd zu sehen, wie gut Wissenschaft und Bürgerforschung zusammenpassen. Wir sind sehr froh, dass wir mit unserem Projekt die Menschen für den Schutz und den Erhalt der Fledermäuse begeistern. Und es macht uns stolz, dass wir dafür mit dem Qualitätssiegel UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet werden. Gerade planen wir für den Spätsommer die Übergabe der Auszeichnung“, freut sich Professor Kerth.

Weitere Informationen

Citizen Science an der Universität Greifswald

Webseite F.U.N.

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