Eisenach. In Folge des Klimawandels wird seit Jahren beobachtet, dass die Insekten immer weniger werden. Die Stadtverwaltung will diesem Insektensterben entgegenwirken und die Biodiversität in der Stadt fördern. Deshalb werden seit diesem Sommer einige Rasenflächen zu Wiesen entwickelt und nur noch zweimal im Jahr gemäht. „Unser Ziel ist es, artenreiche Wiesenflächen in der Stadt Eisenach einzurichten und damit Biotope für Insekten und Kleintiere zu schaffen“, betont Oberbürgermeisterin Katja Wolf.

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Zum Erhalt und zur Entwicklung solcher Lebensräume sind folgende Rasenflächen für diesen Zweck ausgewählt worden: Westplatz, entlang der Stregdaer Allee, an der Wilhelm-Pieck-Straße und die Flächen unterhalb des Kartausgartens sowie oberhalb des Prinzenteiches.

Die Mahd der oben genannten Flächen erfolgt ab diesem Jahr nur noch zwei Mal im Jahr. Für die sichere Benutzung der Wege wird ein 50 bis 100 Zentimeter breiter Streifen an den Rändern der Wiesenflächen durch eine regelmäßige Mahd freigehalten. Die restliche Wiese darf und soll wachsen, damit sich dort wieder verschiedene Pflanzen und Insekten ansiedeln können. Die neu entwickelten Wiesengesellschaften bieten den Insekten eine reich gedeckte Tafel. Diese wiederrum locken Vögel und Fledermäuse an.

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Die Entwicklung der Wiesen zu einem artenreichen Biotop nimmt einige Zeit in Anspruch. „Erfolge auf den Wiesen werden erst mittelfristig sichtbar. Bis dahin heißt es Geduld haben“, bittet Katja Wolf um Verständnis.