Quelle: Universität Leipzig

Magnitude 2.0 auf der Richterskala

Seit dem 10. Juni 2019 wird wieder ein stärkerer Erdbebenschwarm im Vogtland beobachtet. Von den Stationen des seismologischen Sachsen-Netzes wurden östlich der tschechischen Ortschaft Luby, ca. acht Kilometer südlich von Klingenthal, in den vergangenen Tagen bis zu 100 Erdstöße aufgezeichnet. Die beiden bisher stärksten Ereignisse wurden kurz hintereinander in den frühen Abendstunden des 10. Juni 2019 um 19:52 Uhr MESZ mit einer Magnitude 2.0 in einer Tiefe von sieben Kilometern registriert. Ein nachfolgendes Beben mit einer Magnitude von 1.8 trat nur vier Minuten später auf. Im Allgemeinen werden Erdbeben ab einer Magnitude von 2.0 wahr-genommen. Möglicherweise sind jedoch auf Grund der zeitgleich aufgetretenen Unwetter entsprechende Wahrnehmungen bisher nicht gemeldet worden.

In der Region östlich von Luby wird schon seit längerem eine erhöhte seismische Aktivität verzeichnet. Im vergangenen Jahr erreichten während des Erdbebenschwarms von Mai bis Juni die Ereignisse eine Magnitude bis zu 3.8 auf der Richterskala. Insgesamt wurden damals über 230 Ereignisse aufgezeichnet, die eine Magnitude von 2.0 überschritten hatten.

Die Region Vogtland/Nordwestböhmen ist bekannt für ihre Schwarmbeben. Dabei treten in dichter zeitlicher Reihenfolge kleine Erdbeben im gleichen Herdgebiet auf. In den vergangenen Jahren hat sich das Auftreten von Erdbebenschwärmen in dieser Region offensichtlich erhöht. Die Ursachen dafür werden weiter untersucht.

Die Erdbebenüberwachung in Sachsen erfolgt durch den Seismologie-Verbund Sachsen, der vom LfULG koordiniert wird. Er betreibt zahlreiche Messstationen in Mitteldeutschland, um die seismische Aktivität in dieser Region zu überwachen. Die Stationen befinden sich im Vogtland, dem Westerzgebirge, in Thüringen und in Sachsen-Anhalt.

::: externer Link :::

Erdbebenaufzeichnung | http://linap6.geo.uni-leipzig.de/sxweb/

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