Dresden. Im Rahmen einer bundesweiten Schwerpunktprüfung im Bauhaupt- und Baunebengewerbe kontrollierten 85 Zöllner am 9. Mai mehrere Baustellen in den Regionen Leipzig, Dresden und Bautzen. Dabei wurden 163 auf den Baustellen tätige Firmen geprüft und 418 Arbeiter zu ihren Beschäftigungsverhältnissen befragt. Im Raum Leipzig wurden die Zöllner von 14 Polizeibeamten sowie einem Mitarbeiter der Steuerfahndung unterstützt.

Den Zöllnern ging es dabei neben der Kontrolle des Branchenmindestlohns von 12,20 Euro pro Stunde auch um die Aufdeckung von Fällen etwaiger Schwarzarbeit und illegaler Ausländerbeschäftigung.

Im Ergebnis sind in 34 Fällen weitere Prüfungen der Unternehmen erforderlich. Elf Mal besteht die Möglichkeit, dass der Branchenmindestlohn nach dem Arbeitnehmerentsendegesetz unterschritten wurde. Bei fünf Personen ist zu prüfen, ob diese komplett schwarz, also ohne Anmeldung zur Sozialversicherung beziehungsweise als Scheinselbstständige, auf den Baustellen tätig waren. Weiterhin besteht in acht Fällen die Möglichkeit der illegalen Ausländerbeschäftigung und in 2 Fällen die des Leistungsmissbrauchs.