Demmin. Am 8. Mai führte die Polizeiinspektion Neubrandenburg anlässlich mehrerer angemeldeter Versammlungen in der Hansestadt Demmin einen Polizeieinsatz durch. Es waren ein “Trauermarsch” und zehn Gegenveranstaltungen angemeldet. Um einen friedlichen Verlauf aller Veranstaltungen zu gewährleisten, befanden sich ca. 850 eigene und unterstellte Kräfte im Einsatz. Dabei wurden wir durch Beamte aus Hamburg, Brandenburg und Sachsen-Anhalt unterstützt.

Am Nachmittag startete das Friedensfest am Speicher. In der Spitze haben hier etwa 1.000 Personen friedlich gegen den “Trauermarsch” protestiert. Das Friedensfest wurde für einen angemeldeten “Stadtspaziergang” unterbrochen. An diesem Aufzug beteiligten sich in der etwa 700 Personen.

Der Trauermarsch setzte sich gegen 20:00 Uhr mit etwa 190 Teilnehmern in Bewegung. Es kam gleich zu Beginn des Aufzuges zu einer musikalischen Protestaktion, an welchem der “Trauermarsch” vorbeigeleitet wurde. Im Bereich des Marktes haben die Gegendemonstranten mit Toilettenpapier und Konfettibomben aber auch mit Dosen und Plastikflaschen in Richtung der Versammlungsteilnehmer des “Trauermarsches” geworfen. Dabei konnte die Polizei zwei Tatverdächtige als Dosen- bzw. Flaschenwerfer identifizieren und Ermittlungsverfahren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung in Verbindung mit Landfriedensbruch einleiten.

Erstmalig wurde eine Versammlung auf der Peene im Hafenbereich angemeldet, bei der sechs Paddelboote genutzt wurden. Zur Absicherung waren vier Boote der Wasserschutzpolizei im Einsatz. Durch die Paddler wurde mehrfach versucht, die Absperrung der Wasserschutzpolizeiboote zu durchbrechen, um zum Zwischenkundgebungsort der Versammlungsteilnehmer des Trauermarsches zu gelangen. Dieses ist ihnen nicht gelungen.

Gegen 21:20 war die Kundgebung beendet. Der Aufzug begab sich auf den Rückweg und erreichte störungsfrei den Endpunkt der Versammlung. Gegen 22:00 Uhr wurde die Versammlung ohne Zwischenfälle beendet. Ebenfalls gegen 22:00 Uhr endete auch das Friedensfest am Hafen ohne Zwischenfälle.

Die Polizeiführerin, die Leiterin der Polizeiinspektion Neubrandenburg, Polizeidirektorin Antje Finnern, dankt allen Teilnehmern für ihren friedlichen Protest und allen eingesetzten Kräften für ihr Engagement.