Mit Stadtratsbeschluss Nr. 18/1705-BV vom 14.03.2018 wurde die Errichtung eines Neubaus für die Ernst-Abbe-Bibliothek und den Bürgerservice der Stadt Jena auf Grundlage des Siegerentwurfes aus dem Verhandlungsverfahren mit vorgelagertem offenen 2-phasigen Ideen- und Realisierungswettbewerb auf dem Areal südlich des Karmelitenklosters beschlossen – unter der Voraussetzung, dass eine Förderung des Vorhabens in Höhe von mind. 66 % der Baukosten erfolgt.

Seit März 2018 fanden intensive Abstimmungen zwischen dem Planungsbüro und den Nutzern, mit verschiedensten Fachdiensten der Stadt Jena (Bauordnung, Denkmalschutz, Stadtplanung, Stadtumbau), dem Behindertenbeauftragten sowie dem Kommunalservice Jena, den Stadtwerken und mit den Nachbarn statt. Auf Grundlage der Ergebnisse der Abstimmungen wurde die Vorentwurfs- und die Entwurfsplanung erarbeitet.

In Abstimmung zwischen dem Team Stadtumbau (Dezernat für Stadtentwicklung und Umwelt) und dem Landesverwaltungsamt wurden vorab im Januar 2019 die Unterlagen zur Prüfung der Angemessenheit der Kosten für das Bauvorhaben Neubau Ernst-Abbe-Bibliothek und Bürgerservice der Stadt Jena beim Landesverwaltungsamt eingereicht. Grundlage waren die Planunterlagen der Entwurfsplanung (LPH 3) sowie die daraus resultierende Kostenberechnung in Höhe von 35,2 Mio. EUR. Im Februar 2019 erfolgte dazu noch eine Aktualisierung der Unterlagen aufgrund medientechnischer Änderungen.

Im Ergebnis erhielt am 05.04.2019 der Oberbürgermeister Herr Dr. Nitzsche ein Schreiben der Thüringer Ministerin für Landwirtschaft und Infrastruktur Frau Keller, welches bestätigt, dass die vorgesehene EFRE-Förderung für das Neubauvorhaben am Engelplatz/Neugasse von bisherig 16 Mio. EUR um 8 Mio. EUR auf 24 Mio. EUR angehoben wird. Dem vorausgegangen sind intensive Beratungen zwischen dem Bürgermeister Herrn Gerlitz und derMinisterin, in denen Möglichkeiten sondiert wurden, damit das Land die zusätzlich benötigten Fördermittel der Stadt Jena bereit stellen kann.

Demnach ist die Voraussetzung aus dem Grundsatzbeschluss vom 14.03.2018 gegeben, da unter Berücksichtigung der Baukosten für das Bauvorhaben gemäß Kostenberechnung in Höhe von 35,2 Mio. EUR die Fördermittelquote bei 68 % liegt.

Bis Mitte Mai wird durch das Team Stadtumbau in Zusammenarbeit mit KIJ der Fördermittelantrag beim Landesverwaltungsamt eingereicht. Darüber hinaus wurde bereits im März 2019 der Antrag auf förderunschädlichen Vorhabensbeginn gestellt, der jedoch noch nicht beschieden ist. Noch im II. Quartal 2019 soll der Bauantrag für das Neubauvorhaben eingereicht werden.

Die seit April 2019 im Areal stattfindenden archäologischen Untersuchungen werden zu 2/3 aus Städtebaufördermitteln finanziert und sollen im Oktober 2019 abgeschlossen sein. Ab Oktober 2019 sind weitere vorbereitende Maßnahmen (bspw. Baustelleneinrichtung, Baugrubenherstellung) geplant.

Im Februar 2020 soll die Errichtung des Neubaus beginnen mit Gründung und Rohbau. Ziel ist die Fertigstellung des Neubaus bis 31.12.2022. Danach erfolgt die Ausstattung (bspw. Schrankeinbauten, Raum-in-Raum-Installationen, Regalaufbau) bis Mitte 2023. Parallel dazu sollen Mitte 2023 auch die Freianlagen fertig gestellt sein.

Berichtsvorlage_Stadtrat_neu