Die Friedrich-Schiller-Universität in Jena erhält EU-Mittel in Höhe von fast 84 Mio. Euro für den Bau eines Rechenzentrums und der Fakultät für Mathematik und Informatik. Die Investition kommt ca. 18.000 Studenten zugute. Das Projekt gehört zu den 25 großen Infrastrukturprojekten in zehn Mitgliedstaaten, für die die Kommission heute (Dienstag) über 4 Mrd. Euro bereitgestellt hat.

Weitere Projekte des verabschiedeten Investitionspakets befinden sich in Bulgarien, Griechenland, Italien, Malta, Polen, Portugal, Rumänien, Tschechien und Ungarn. Die Vorhaben decken eine Vielzahl von Bereichen ab: Gesundheit, Verkehr, Forschung, Umwelt und Energie. In Kombination mit der nationalen Kofinanzierung belaufen sich die Investitionen in diese Projekte auf 8 Mrd. Euro.

Die für Regionalpolitik zuständige EU-Kommissarin Corina Crețu erklärte: „Jedes dieser 25 Projekte ist ein Beispiel dafür, wie die EU arbeitet, um das Alltagsleben unserer Bürgerinnen und Bürger zu verbessern, angefangen bei besserem Trinkwasser bis hin zu schnellerem Schienenverkehr und modernen Krankenhäusern. Im laufenden Haushaltszeitraum habe ich 258 große Infrastrukturprojekte genehmigt, für die EU-Mittel in Höhe von insgesamt 32 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt wurden. Diese Projekte zeigen, wofür die Kohäsionspolitik steht, und ich bin auf jedes einzelne stolz.“

In Polen werden z.B. nahezu 61 Mio. Euro an EU-Mitteln dafür eingesetzt, um eine neue Ausstattung für das Universitätskrankenhaus Krakau (Kraków, Małopolskie) anzuschaffen, davon profitieren mehr als 3,3 Mio. Einwohner. Außerdem werden 56 Mio. Euro in den Bau eines neuen Krankenhauskomplexes für das regionale Gesundheitszentrum für Kinder in Posen (Wielkopolskie) fließen.

Mit EU-Mitteln in Höhe von 33 Mio. Euro wird der Bau einer 182 km langen grenzüberschreitenden Gasverbindungsleitung zwischen Komotini (Griechenland) und Stara Sagora (Bulgarien) finanziert. Bei der Pipeline handelt es sich um ein europäisches Vorhaben von gemeinsamem Interesse, das zu den Zielen der Energieunion beiträgt. Die Gassysteme der beiden Länder werden durch das Projekt erstmals miteinander verbunden.

Hintergrund

Große Infrastrukturprojekte, sogenannte „Großprojekte“ werden mit über 50 Mio. Euro (75 Mio. Euro in Fall von Verkehrsprojekten) aus kohäsionspolitischen Mitteln unterstützt. Aufgrund ihres Umfangs prüft die Kommission diese Vorhaben und erlässt einen spezifischen Beschluss. Im Programmplanungszeitraum 2014-2020 wurden EU-Mittel für 258 Großprojekte zur Verfügung gestellt. Der EU-Beitrag zu diesen Projekten beläuft sich auf 32 Mrd. Euro, was der Hälfte ihrer Gesamtausstattung entspricht.

JASPERS(link is external) (Gemeinsame Hilfe bei der Unterstützung von Projekten in europäischen Regionen), der Pool unabhängiger Sachverständiger, die lokalen, regionalen und nationalen Regierungen bei der Vorbereitung großer, aus EU-Mitteln finanzierter Infrastrukturprojekte helfen, spielte bei jedem dieser Projekte eine wichtige Rolle, indem die Mitgliedstaaten und Begünstigten entweder während der Projektentwicklung oder während der Bewertung der Finanzhilfeanträge beraten wurden.

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