Chemnitz. Der Stadtrat hat in seiner heutigen Sitzung den Breitbandausbau in unterversorgten Stadtteilen beschlossen. Damit soll eine zukunftsfähige Internetversorgung geschaffen werden, die sowohl für die Bewohner, Schulen aber auch klein- und mittelständische Unternehmen einen schnelleren Internetzugang ermöglicht. Der Ausbau beginnt im April und soll Ende 2020 abgeschlossen sein.

Im Stadtgebiet Nord wird in folgenden Stadtteilen das Breitbandnetz ausgebaut: Altendorf, Borna-Heinersdorf, Glösa-Draisdorf, Furth, Rabenstein, Rottluff, Schloßchemnitz, Schönau, Stelzendorf und Wittgensdorf. Im Stadtgebiet Süd sind folgende Gebiete im Plan aufgenommen: Adelsberg, Berndorf, Einsiedel, Erfenschlag, Euba, Gablenz, Harthau, Hilbersdorf, Klaffenbach, Kleinolbersdorf-Altenhain, Markersdorf, Reichenhain und Yorkgebiet. Die Fördergebiete sind Ergebnisse aus einem durchgeführten Markterkundungsverfahren, das die unterversorgten Stadtteile ermittelt hat.

Ziel des Ausbaus ist es, alle Haushalte, Firmen und Schulen in den Gebieten mit einer Bandbreite von mindestens 100 Mbits/Sekunde auszustatten. Außerdem sollen alle gewerblichen Internetanschlüsse mit 1 Gbit/Sekunde erreichbar sein. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels wird die Region somit attraktiver und wettbewerbsfähiger. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 75,8 Millionen Euro und werden vom Bund und dem Freistaat mit insgesamt 90 Prozent gefördert.