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Leipzig. Am 1. April 2019 beginnen die Arbeiten für eine neue Brücke, die im Zuge der Straße des 18. Oktober östlich des Messegeländes die Eisenbahngleise überspannen wird. Im November 2020 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Die so genannte “Messebrücke” fungiert dann wieder als wichtige Geh- und Radwegeverbindung zwischen der Alten Messe und dem Wilhelm-Külz-Park im Vorfeld des Völkerschlachtdenkmals. Sie schließt damit diese seit drei Jahren unterbrochene, auch städtebaulich prägende Verbindungsachse. Die alte Brücke war 1912 errichtet und Ende 2016 abgerissen worden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 6,7 Millionen Euro, einen Anteil von 3,7 Millionen Euro übernimmt der Freistaat Sachsen.

Der Brückenentwurf ging aus einem architektonischen Gestaltungswettbewerb im Jahr 2013 hervor und stammt vom Leipziger Büro DNR Daab Nordheim Reutler Architekten, Stadt- und Umweltplaner. Die neue Brücke wird als dreifeldrige Spannbetonkonstruktion errichtet mit einer Länge von 63,44 Metern und einer symbolischen Breite von 18,13 Metern – als Erinnerung an die Jahreszahl der Völkerschlacht. Sie ist als fugen- und lagerloses Bauwerk konzipiert und damit wartungsarm. Die Widerlager der Brücke sind in die Böschung integriert. Das Brückengeländer ist architektonisch attraktiv mit integrierter Beleuchtung gestaltet, die Böschungen werden begrünt.

Das noch als Straßenbrücke errichtete denkmalgeschützte ursprüngliche Bauwerk war stark verschlissen und gefährdete durch lose Betonteile den Betrieb der Bahnanlagen. Eine wirtschaftliche Sanierung war unmöglich, so dass auch der Denkmalschutz dem Abriss zustimmte.