Jena. Aufsichtsrat, Präsidium und Geschäftsführung des FC Carl Zeiss Jena äußern sich in einer gemeinsamen Erklärung zur aktuellen Situation und rufen zur Geschlossenheit im Kampf um den Klassenerhalt auf.

Der FC Carl Zeiss Jena befindet sich in einer sportlich schweren Situation, die alle Anhänger des FCC emotional belastet. Das gilt für Mannschaft, Trainerteam, Mitarbeiter, Gremien und natürlich die Mitglieder und Fans. Die Sorge um die sportliche Situation treibt alle gleichermaßen um und führt nachvollziehbar auch zu mancher kommunizierten Unzufriedenheit. Konstruktive Kritik ist befruchtend, aber bei böswilligen Angriffen stellen wir uns vor Klub, Mannschaft, Trainer und Fans. Wir stehen für einen gemeinsam Kurs, der das Verbindende und nicht das Trennende sucht.

Es ist unsere tiefe Überzeugung, dass wir nur geschlossen, konzentriert und mit gemeinsamer Kraft den rettenden Strohhalm des Klassenerhalts erreichen können. Die nächsten beiden Spielen in Aalen und zuhause gegen Energie Cottbus werden vorentscheidend sein. Schaffen wir gegen die beiden Klubs aus der unmittelbaren Tabellennachbarschaft nicht den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze, wird die Lage sehr schwierig. Gewinnen wir, haben wir noch eine Chance auf den Klassenerhalt.

Gerade jetzt geht es darum, hinter der Mannschaft, dem Trainerteam und unserem Verein zu stehen. Mit Kampf, Mut und Unterstützung durch die Fans können wir ein fußballerisches Wunder schaffen.

Jeder, der beim FCC in Verantwortung steht, möchte mit dem Klub erfolgreich sein und für ihn das Bestmögliche erreichen. Wir alle wollen, dass der FC Carl Zeiss Jena auch in der kommenden Saison in der 3. Liga spielt. Und wir haben dieses Ziel noch nicht aufgegeben. Nach zwei harten, aber erfolgreichen Jahren werden die Herausforderungen offensichtlich, den FC Carl Zeiss Jena wieder im Profifußball zu etablieren. Die umkämpfte Liga, der niedrige Etat und der verspätete Stadionneubau zollen ihren Tribut. In hoher Konzentration planen die Gremien alle Möglichkeiten der kommenden Saison und arbeiten intern an Konzepten, die für den Fall des Abstiegs ein realistisches Szenario bieten, um mit dem FCC in die 3. Liga zurückzukehren. Dazu zählen u.a. die Themen Stadionneubau und Nachwuchsgewinnung.

Mit Blick auf unsere sportliche Situation ist klar, dass auch Entwicklungen und Fehler analysiert werden müssen. Dafür werden wir uns ungeachtet vom Ausgang der Saison Zeit nehmen. Den daraus resultierenden Fragen und der Kritik stellen sich alle Verantwortungsträger der Gremien und der Geschäftsführung auf der Mitgliederversammlung, die in diesem Jahr bereits im September stattfinden soll.

Dass dieser Verein aufstehen kann, hat er in seiner nunmehr fast 116-jährigen Geschichte mehr als nur einmal eindrucksvoll gezeigt. Erfolgreich waren wir immer, wenn Einigkeit und Geschlossenheit herrschten. Mit dem Schlachtruf „Nur der FCC“ wollen wir gemeinsam das scheinbar Unmögliche noch wahr werden lassen. Dafür kämpfen wir.

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