Jena. Am kommenden Dienstag, dem 12. März 2019, findet um 10.00 Uhr die nächste Senioren-Akademie statt: Unter dem Titel „‚Da hab ich den Pirol geliebt‘ ‒ das lyrische Werk Johannes Bobrowskis“ lesen Christa Niedner und Christine Theml aus dem Werk des Dichters. Ilga Herzog begleitet die Veranstaltung musikalisch.

Johannes Bobrowski wurde 1917 als Sohn eines Eisenbahnbeamten in Tilsit geboren. Nach dem Abitur in Königsberg studierte er Kunstgeschichte in Berlin, wurde jedoch 1939 einberufen. Im Russlandfeldzug entstanden seine ersten Gedichte. Erst 1949 kehrte er aus der sowjetischen Kriegsgefangenschaft nach Ostberlin zurück, wo er als Lektor arbeitete, zunächst im Altberliner Verlag Lucie Groszer, ab 1959 im Union Verlag. Seine ersten Gedichte erschienen einzeln ab 1955. 1961 ‒ ein Jahr nach seinem ersten Auftritt in Westdeutschland auf Einladung der Gruppe 47 ‒ folgte der erste Band „Sarmatische Zeit“. Für das Gedicht „Im Strom“ wurde er 1962 mit dem Alma-Johanna-König-Preis ausgezeichnet; im selben Jahr wurde ihm zudem der Preis der Gruppe 47 verliehen. Seit Mitte der sechziger Jahre veröffentlichte er auch Prosa, darunter den Erzählungsband „Mäusefest“ sowie die Romane „Levins Mühle“ und „Litauische Claviere“. Bobrowski starb 1965 in Berlin.

„[Bobrowski] schafft Sprachbilder, wie ich sie sonst nirgends gelesen hab᾽. Das ist eine Sprache, die verwundet beim Lesen. Ich wär’ sehr neugierig, wie lange Bobrowski an solch einem Text gearbeitet hat, weil bei ihm jedes Wort so weit in die Tiefe geht. Und wie er jedes dieser Wörter leben konnte, denn die sind gelebt, in allem, was sie sagen können.“ (Herta Müller)

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