Bundesarchiv, B 285 Bild-04413 / Stanislaw Mucha / CC-BY-SA 3.0

Geschichtsvergessenheit ist gefährlich

Berlin. Zum Internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar warnt der Zentralrat der Juden in Deutschland vor einer wachsenden Geschichtsvergessenheit in Deutschland und Europa. 74 Jahre nach der Befreiung der Konzentrations- und Vernichtungslager des nationalsozialistischen Deutschlands ist vor allem bei den nachwachsenden Generationen sowohl eine große Unkenntnis über das historische Geschehen als auch mangelnde Empathie mit den Opfern festzustellen.

Dazu erklärt der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster:

„Geschichtsvergessenheit ist gefährlich. Wir beobachten schon jetzt mit großer Sorge, wie Rechtspopulisten diese Situation ausnutzen. Sie wollen die NS-Verbrechen kleinreden und instrumentalisieren Widerstandskämpfer gegen die Nazis auf widerwärtige Weise für ihre Zwecke. Das mangelnde historische Wissen und die fehlende Empathie mit den Opfern der Schoa führen zu Gleichgültigkeit. Doch Gleichgültigkeit gegenüber Auschwitz darf es niemals geben.“

„Es sollte daher gerade Schülerinnen und Schülern ermöglicht werden, sich einen emotionalen Zugang zum historischen Geschehen zu verschaffen“, ergänzte Dr. Schuster. „Besuche der authentischen Stätten sind dafür ein geeignetes Mittel und sollten für Schüler zum Regelfall werden. Voraussetzung ist allerdings eine gute Vor- und Nachbereitung.“

Autor: Zentralrat der Juden in Deutschland.

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