Mahnwache vor dem Rathaus

Eisenach. Am heutigen Holocaust-Gedenktag endete in Eisenach die Kunst- und Gedenkaktion, die mit dem Bau von 240 Gedenksteinen und einer Menschenkette 2018 begonnen hatte. Die Gedenksteine, die von 200 freiwilligen Helfern 2018 im KUNSTPavillon gebaut worden waren, wurden heute (27. Januar) vor dem Rathaus zu einem Mahnmal aufgebaut. Das Mahnmal auf dem Markt zeigt ein Dreieck / einen Winkel / einen Teil eines Davidsterns als Sinnbild eines Lebens. Die drei Wände sind 2,5 Meter hoch und bestehen aus den unbeschrifteten Gedenksteinen. Zusammen bilden die drei Wände einen begehbaren Raum. „Durchstoßen und teilweise aufgerissen werden die Wände durch zwei „Eisenbahnschienen“, bestehend aus den mit Lagernamen beschrifteten Gedenksteinen, die flach und parallel auf dem Boden liegen“, erläuterte Hans Ferenz (Kulturprojekte, Autor und Journalist), der gemeinsam mit dem Bündnis gegen Rechtsextremismus Eisenach Veranstalter der Mahnwache war. Eisenachs Oberbürgermeisterin Katja Wolf zeigte sich beeindruckt von der Aktion: „Wir gedenken der Opfer des Nationalsozialismus und setzen ein eindrucksvolles Zeichen gegen Fremdenhass und für Zivilcourage.“

Die Mahnwache anlässlich des Holocaust-Gedenktages endet heute um 18 Uhr.