Prof. Dr. Insa Theesfeld, Ökonomin an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), ist die neue Präsidentin der International Association for the Study of the Commons (IASC). Die Forscherin hat ihr Amt im Januar angetreten. Die IASC ist eine internationale Vereinigung mit über 1.000 Mitgliedern, in der sich Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik mit der Nutzung und dem Management von Gemeingütern beschäftigen.

Insa Theesfeld ist die neue Präsidentin der International Association for the Study of the Commons (IASC).
“Der besondere Reiz der IASC ist die vorrangig interdisziplinäre Gemeinschaft, die trotzdem eine Sprache spricht und deren Mitgliedern es immer um die Lösung konkreter gesellschaftlicher Probleme geht”, sagt Prof. Dr. Insa Theesfeld, Professorin für Agrar-, Umwelt- und Ernährungspolitik an der MLU. Sie forscht seit vielen Jahren zu Gemeinschaftsgütern, insbesondere zu den gesellschaftlichen und politischen Steuerungsmechanismen natürlicher Ressourcen und dem Commons-Management. Theesfeld ist seit 2017 Leiterin der europäischen IASC-Gruppe. Als “President-Elect” vertritt sie die IASC für die nächsten zwei Jahre gemeinsam mit dem amtierenden Präsidenten Marco A. Janssen von der Arizona State University. Danach übernimmt sie für zwei Jahre das Amt als Präsidentin der Vereinigung.

Die IASC ist die weltweit führende Vereinigung zur Erforschung der Nutzung, des Zugangs und der Bereitstellung von Gemeingütern. Dazu zählen nicht nur traditionelle natürliche Ressourcen, wie Weideland, Wald und Bewässerungssysteme, sondern auch sogenannte Neue Gemeingüter – von wissenschaftlichen Erkenntnissen und frei zugänglicher Software bis zur globalen Biodiversität und dem öffentlichen Raum. Zu den Mitgliedern der Vereinigung gehören zum einen Wissenschaftler, die auf dem Gebiet forschen und in verschiedenen Formaten ihr Wissen untereinander und mit der Gesellschaft austauschen. So ist in 2018 unter der Schirmherrschaft der IASC zum Beispiel die Globale Woche der Gemeingüter veranstaltet worden. Zum anderen zählen dazu Vertreter aus verschiedenen Bereichen, wie der Landwirtschaft oder Politik, die die wissenschaftlichen Konzepte in die Praxis umsetzen. “Unsere Aufgabe ist es, die verschiedenen Interessen zu bündeln und den Austausch in unserem Netzwerk zu stärken”, so Theesfeld. Die IASC wurde von der US-amerikanischen Nobelpreisträgerin Elinor Ostrom mitbegründet.

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