Die Stadt Leipzig sieht kaum Chancen für eine Übernahme des Bahn-Grundstücks im südlichen Gleisdreieck im Stadtteil Marienbrunn. Eine erste Überprüfung zeigte eine bereits dokumentierte Schadstoffbelastung sowie hohe Anforderungen an den Denkmalschutz.

Auf dem Grundstück befindet sich ein ehemaliges Kraftwerk samt Turbinenhalle, Kesselhaus und Kohlebunker sowie vier kleinere Wohnbauten. Die Gebäude wurden 1905 errichtet und stehen seit 1993 unter Denkmalschutz. Ebenso ist das Grundstück, das bis 1994 in Benutzung war, als ehemaliges Bahn-Betriebsgelände im sächsischen Altlastenkataster erfasst; u.a. befanden sich auf dem Gelände ein Ölkeller, Kohlelager und Werkstätten. Erste Untersuchungen ergaben erhöhte Schadstoffgehalte im Boden. Für eine eventuelle Nachnutzung ist ein Gutachten für zur Gefährdungsabschätzung erforderlich. Ein Grundstückskauf beinhaltet aus Sicht der Stadt hohe Risiken für den Steuerzahler und ist daher nicht realistisch. Zunächst ist die Deutsche Bahn in der Pflicht; dies ist auch Grundlage für mögliche Gespräche.

Das Gelände im Eigentum der Deutschen Bahn war in der Vergangenheit über Jahre illegal besetzt gewesen. In der vergangenen Woche hatte die Polizei das Gelände durchsucht und es an die Eigentümerin zurückgegeben. Die Deutsche Bahn erwägt einen Verkauf des Grundstücks. +++

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