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Berlin. Rund 20 Prozent (4,17 Millionen) der sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten in Deutschland arbeiteten 2017 für einen Lohn unterhalb der sogenannten Niedriglohnschwelle. Diese lag für Deutschland in Anlehnung an eine Definition der OECD bei 2.139 Euro, also bei zwei Drittel des Medianeinkommens aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der „Kerngruppe“ (Vollzeitbeschäftigte; ohne Auszubildende und Beschäftigte mit Sonderregelungen). Das geht aus der Antwort (19/6067) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/5340) der Fraktion Die Linke hervor.

Das Medianeinkommen der Vollzeitbeschäftigten der Kerngruppe lag demnach 2017 bei 3.209 Euro. Unterschieden nach Ost und West lag das Medianeinkommen im Westen des Landes bei 3.339 Euro und im Osten bei 2.600 Euro. Für Frauen lag es bei 2.920 Euro und für Männer bei 3.372 Euro. Das Medianeinkommen (das mittlere Einkommen) ist das Einkommen, bei dem es genauso viele Menschen mit einem höheren wie mit einem niedrigeren Einkommen gibt. Es ist nicht zu verwechseln mit dem Durchschnittseinkommen.

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