Baustaatssekretär Sühl übergibt Förderbescheid an Stadt 

„Mit der Sanierung des historischen Schulgebäudes am Rathenauplatz in Weimar ermöglichen wir den Umzug der Parkschule und somit den Schülerinnen und Schüler bessere Lernbedingungen“, sagte heute (7. Dezember 2018) Thüringens Staatssekretär für Infrastruktur, Dr. Klaus Sühl, in Weimar. „Mit den Landesmitteln werten wir Weimar als Schulstandort weiter auf und schaffen eine neue und moderne Lernstätte für die fast 300 Schüler der Parkschule in einem denkmalgeschützten und traditionsreichen Gebäude.“ Sühl übergab einen Fördermittelbescheid über 5 Mio. Euro für die Sanierung des ehemaligen Sophien-Gymnasiums am Rathenauplatz. 

„Die Schulbauförderung ist ein zentrales Anliegen der rot-rot-grünen Landesregierung. Bereits zu Beginn der Legislatur haben wir unser Programm für die baulichen Verbesserungen unser Schulen mit 150 Millionen Euro gestartet. Mittlerweile ist es das größte Schulinvestitionsprogramm in der Geschichte unseres Landes“, betonte Sühl. Vor allem sei der barrierefreie Ausbau der Schulgebäude dringend notwendig, um künftig mehr Kinder und Jugendliche inklusiv beschulen zu können.

Am jetzigen Standort Sophienstiftsplatz der Parkschule ist zu wenig Platz für die derzeit 282 Schüler. Deswegen beschloss die Stadt den Umzug der Regelschule an den neuen Standort Rathenauplatz. Dafür sind jedoch umfangreiche Sanierungsarbeiten an dem historischen Gebäude von 1888 nötig. Mit den Baumaßnahmen wird das Schulgebäude am Rathenauplatz barrierefrei umgebaut. Es wird ein Aufzug eingebaut, die Zugänge barrierefrei gestaltet und alle Klassenräume akustisch verbessert. Bei der Sanierung werden zudem energetische Standards eingehalten. Das Dach wird mit Tondachsteinen neu gedeckt, die Fassaden instand gesetzt sowie eine Wärmedämmung der Außenwände und im Gebäudeinneren ausgeführt. Bei der Sanierung werden auch baukulturelle Aspekte bei dem Gebäude der traditionsreichen ehemaligen Sophienschule beachtet. So wird die Aula denkmalgerecht unter Erhalt der Wand- und Deckengestaltung saniert. Die neuen Holztüren und Fußböden werden im Stil der Bauzeit gestaltet.

Die Sanierungsarbeiten werden vom Januar 2019 bis August 2020 durchgeführt. Die Gesamtkosten betragen ca. 7,6 Mio. Euro, von denen die Stadt als Schulträger ca. 2,6 Mio. Euro Eigenmittel investiert.

„Um den erheblichen Sanierungsstau an Thüringens Schulen weiter abzubauen und dem erheblichen Investitionsbedarf an den Schulgebäuden im Freistaat zu begegnen, wollen wir unser zunächst auf fünf Jahre angelegtes Schulinvestitionsprogramm auch in der kommenden Legislaturperiode fortsetzen“, kündigt Sühl an. „Mittlerweile hat auch die Bundesregierung die Notwendigkeit von Schulinvestitionen erkannt und weitere 80 Mio. Euro für Schulen in Thüringen bereitgestellt. Mit den ebenfalls erhöhten pauschalen Zuweisungen des Landes stehen so allein im Doppelhaushalt 2018/19 insgesamt 240 Mio. Euro zur Verfügung.“

Die Sanierung des Schulgebäudes am Rathenauplatz in Weimar wird über das Förderprogramm zur Verbesserung der Schulinfrastruktur finanzschwacher Kommunen finanziert, dass sich aus 90 Prozent Bundes- und 10 Prozent Landesmitteln zusammensetzt.

Hintergrund:

Die Auswahl der geförderten Objekte im Schulbauinvestitionsprogramm erfolgt auf Grundlage der Schulbauförderrichtlinie. Mit ihr werden die Fördermittel zielgenau und nachhaltig eingesetzt. So müssen die Antragsteller nachweisen, dass auch im demografischen Wandel die Schulen bei Neubauten 25 Jahre und bei Sanierungen für die kommenden 15 Jahre ausgelastet sein werden. Ferner sollen die Schulen durch die Sanierung barrierefrei werden, um eine inklusive Beschulung zu ermöglichen. Gefördert werden Sanierung, Umbau, Erweiterung und Neubau von Schulgebäuden und Schulsporthallen.

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