Uwe Wilke und Cornelia Sell stellten das ISEK noch einmal in Kürze vor (Foto Martin Hauswald)

Etwa 40 interessierte Bürger hatten sich am Donnerstagabend zur öffentlichen Debatte über das aktualisierte Stadtentwicklungskonzept im Meininger Hof eingefunden.

Saalfeld. Seit November ist der Entwurf des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) auf der Internetseite der Stadt Saalfeld einsehbar. Am vergangenen Donnerstag hatten die Bürger die Gelegenheit, sich in die Diskussion zum ISEK einzubringen. Dafür hatten sich etwa 40 Interessierte im Kleinen Saal des Meininger Hofes eingefunden.

Zu Beginn stellten Uwe Wilke und Cornelia Sell vom Stadtplanungsbüro Wilke den aktualisierten Entwurf des Konzeptes noch einmal vor und betonten auch die Bedeutung des ISEK. So stehe Saalfeld vor allem vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung vor Herausforderungen. So werde auch in Zukunft die Einwohnerzahl der Feengrottenstadt rückläufig sein, betonte Wilke: „Das bedeutet aber nicht, dass die Stadt damit unattraktiv wird. Entscheidend ist, mit der Entwicklung richtig umzugehen.“ Dafür könne ISEK als eine Idee für die Zukunft Saalfelds dienen. Darüber hinaus spiele das Konzept auch eine entscheidende Rolle bei der Beantragung von Fördermitteln. So seien viele dieser Mittel inzwischen an ein entsprechendes Entwicklungskonzept gekoppelt, ergänzte Wilke.

Worauf es in Zukunft ankäme, fasste Bettina Fiedler, 1. Beigeordnete der Stadt Saalfeld zusammen: „Wir brauchen eine lebendige Innenstadt und dürfen dabei den ländlichen Raum nicht vernachlässigen.“ Die Entwicklung vor der die Stadt stehe brauche eine permanente Kontrolle, Überprüfung und Nachjustierung. Auch dafür könne das ISEK genutzt werden.

In der anschließenden Diskussion kam unter anderem die Verbindlichkeit eines solchen Konzeptes zur Sprache. So betonte der Saalfelder Radschlag, dass wenn ein solches Konzept bereits auf dem Tisch liege, es auch entsprechend umgesetzt werden sollte. „Beim ISEK handelt es sich um einen Leitfaden, an den wir uns halten sollten“, erklärte Fiedler. Allerdings müsse auch beachtet werden, dass es nicht den gleichen Charakter habe, wie etwa ein Flächennutzungsplan. Trotzdem könne es immer als Handlungsleitfaden betrachtet werden. Eine Tatsache, die auch Uwe Wilke betonte. So habe das ISEK eine Wirkung nach Innen und könne etwa bei Stadtratsentscheidungen zu Rate gezogen werden, um entsprechende Beschlüsse zu fassen. Auf diese Weise könne auch das Konzept eine hohe Verbindlichkeit erfahren.

Zur Sprache kam auch die Zukunft des Bahnverkehrs. So wurde etwa angeregt, die Zugverbindung zwischen Saalfeld und Erfurt zweigleisig auszubauen. Hier musste allerdings eingeräumt werden, dass die Stadt auf derartige Projekte kaum Einfluss zu nehmen vermag, sagte Wilke. Anders sehe es aber in der Entwicklung des Bahnhofsgeländes aus. So brachte das Planungsbüro als eine Entwicklungsmöglichkeit die Errichtung eines Güterterminals am Saalfelder Bahnhof ins Gespräch, um auf diese Weise die Stadt für den Bahnverkehr attraktiver zu machen.

In diesem Zusammenhang nahm Bettina Fiedler auch Bezug auf den ehemaligen Lokschuppen auf dem Gelände des Bahnhofes. So könnten in der kommenden Sitzung des Bauausschusses bereits erste Konzepte und Interessenten für eine Nachnutzung des Geländes vorgestellt werden, betonte Fiedler.

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