v.l.n.r.: Birgit Diezel (Vorsitzende Lebenshilfe Thüringen e.V.) Gerhard Pilz (Geschäftsführer HWS Haus- und Wohnungsservice GmbH), Herr Wendt (Beschäftigter der HWS GmbH, Heike Werner (Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie)

Die HWS Haus- und Wohnungsservice GmbH Weimar ist heute mit dem Thüringer Unternehmenspreis `AKZEPTANZ 2018` ausgezeichnet worden. Unter sieben Nominierten wählte die Jury das Tochterunternehmen der Gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft Weimar e.G. für die Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen für Menschen mit Behinderung aus. Ehrenpreise gingen an die InDiGo gGmbH aus Mechterstädt und die Servicegesellschaft Weimar mbH. Unter Federführung der Lebenshilfe Thüringen werden seit 2010 Unternehmen ausgezeichnet, die Menschen mit Behinderung die Teilhabe an Arbeit ermöglichen. Gefördert wird der Preis in Höhe von 3.000 Euro von der Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen. Partner sind die Thüringer Industrie- und Handelskammern, die Thüringer Handwerkskammern und der Thüringer Bauernverband. Schirmherrin ist Arbeits- und Sozialministerin Heike Werner.

„Zeitgemäß, pünktlich, sauber und zuverlässig“ – so ist das Motto der HWS Haus- und Wohnungsservice GmbH. Die HWS GmbH ist seit mehr als 20 Jahren im Bereich Grünflächenpflege, Reinigung und Dienstleistungen aktiv. Heute hat die HWS einen festen Mitarbeiterstamm von 24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Schon mit dem Erreichen von 11 Beschäftigten im Jahr 2010 ergab sich die Möglichkeit erstmalig einen Menschen mit Behinderung einzustellen, jährlich kam ein weiterer dazu. Diese erfolgreiche Eingliederung und gelebte Inklusion von Menschen mit Behinderung in das Arbeitsleben hat die Jury überzeugt.

Arbeits- und Sozialministerin Heike Werner sieht die Preisträger und die nominierten Unternehmen als wichtige Botschafter für gelingende Teilhabe an Arbeit: „Die Politik kann nur die Rahmenbedingungen setzen, die es Unternehmen erleichtert, Menschen mit geistigen, seelischen oder körperlichen Einschränkungen einzustellen. Durch das Bundesteilhabegesetz und das Budget für Arbeit sind einige Barrieren ausgeräumt worden. Ich hoffe, dass die guten Beispiele weiter Schule machen. Es ist ein wichtiges Zeichen, dass die Kammern und der Bauernverband diesen Weg unterstützen“

Auch Birgit Diezel, Vorsitzende der Lebenshilfe Thüringen, hofft auf neuen Schwung am Arbeitsmarkt: „Es geht darum, die innovativen Ideen auszubauen und individuelle Möglichkeiten der Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit Behinderungen zu schaffen. Die Lebenshilfeorganisationen in Thüringen und ähnliche Einrichtungen sind wichtige Partner der Unternehmen. Sie ermöglichen die Übergänge von Praktika, über Außenarbeitsplätze bis zur Festanstellung. Das Budget für Arbeit ermöglicht einen Lohnkostenzuschuss für Arbeitgeber sowie die Übernahme der Kosten für eine behinderungsbedingt notwendige Assistenz am Arbeitsplatz. AKZEPTANZ ist ein Weg, auf diese Möglichkeiten aufmerksam zu machen.“

Träger der Ehrenurkunden

– lnDiGo gGmbH Mechterstädt, die Integrationsfirma im Bereich Hausdienstleistungen beschäftigt 25 Menschen, davon 12 mit einer Behinderung.
– Servicegesellschaft Weimar mbH, für die Integration von Menschen mit Handicap in ihre Arbeits- und Wirtschaftstätigkeit.

Die weiteren Nominierten

– Reha-Sport-Bildung e.V. aus Elxleben, für die Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen
– Jahn GmbH – Bandagen aus Königsee, für die Einrichtung von Außenarbeitsplätzen und die Pläne der Festanstellung über das Budget für Arbeit
– UST Umweltsensortechnik GmbH aus Geschwenda, für die Schaffung von Praktikums- und Außenarbeitsplätzen sowie die Pläne der Festanstellung über das Budget für Arbeit
– Bildungszentrum Saalfeld GmbH, für die berufliche und soziale Integration psychisch und physisch beeinträchtigter Menschen und eine hohe Vermittlungsquote auf den allgemeinen Arbeitsmarkt

Über
In Thüringen kooperieren die regionalen Lebenshilfe-Werkstätten mit über 700 Unternehmen der Privatwirtschaft. Mit rund 3000 behinderten Beschäftigten wird ein Jahresumsatz von etwa 10 Millionen Euro erzielt. 309 Menschen mit Behinderung sind auf Außenarbeitsplätzen eingesetzt. Die 6 Integrationsfirmen in Trägerschaft der regionalen Lebenshilfe beschäftigen insgesamt 276 Menschen.

Autor: Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung, Landesverband Thüringen e.V.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.