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Zeulenroda. Im Rahmen seiner 7. Ordentlichen Landesdelegiertenversammlung hat der tlv thüringer lehrerverband am 16. November über mehrere Leitanträge abgestimmt und damit die Arbeitslinie für die kommende 5-Jahres-Periode festgelegt.

Ganz oben auf der Agenda steht demnach der Einsatz des tlv für das Koalitionsversprechen, multiprofessionelle Teams an den Schulen einzusetzen. „Wir alle wissen: Problemschüler sind Schüler mit Problemen“, so die Begründung des Landesvorsitzenden Rolf Busch, der den Antrag im Namen der Landesleitung in das Gremium einbrachte. „Und wir sind fest davon überzeugt: Nur, wenn Sonderpädagogen, Sozialarbeiter und Schulpsychologen permanent zur Verfügung stehen und zudem die enge Zusammenarbeit mit Behörden wie dem Jugendamt und der Polizei gewährleistet ist, können alle Beteiligten entlastet werden.“ Zwar wisse er, so Busch, dass „der tlv damit nicht nur dicke Bretter, sondern ganze Balken bohre“. Der Landesvorsitzende wandte sich daher besonders an die jungen Kolleginnen und Kollegen, dieses Anliegen mitzutragen.

Die alle fünf Jahre einberufene Landesdelegiertenversammlung, das höchste Gremium des tlv, hat diesen Antrag ebenso einstimmig angenommen wie das Anliegen der Landesleitung, dass sich der gesamte Verband hinter das vom Bayerischen Lehrerverband verfasste Manifest „Haltung zählt“ gegen die Verrohung der Sprache stellen möge. Des Weiteren stehen für die kommenden fünf Jahre die Themen Digitalisierung und Personalknappheit auf der Agenda. Der tlv hat sich einstimmig der „Baseler Erklärung“ des Dachverbands Lehrerinnen und Lehrer in der Schweiz , der Gewerkschaft der Pflichtschullehrerinnen und Pflichtschullehrer Tirol und des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) angeschlossen. Diese fordert neben einer zeitgemäßen technischen Infrastruktur für Schulen und Lehrpersonen auch eine ausreichende Aus- und Weiterbildung in digitalen Themen. In puncto Personal einigten sich die Delegierten darauf, sich gegenüber der Landesregierung für eine realistische Erfassung des Unterrichtsausfalls einzusetzen. Die bürokratischen Hürden für Maßnahmen zur kurzfristigen Entlastung der Personalsituation müssten abgeschafft, die Ausbildung der Lehrer in Thüringen an den zukünftigen Bedarf angepasst und die Qualifizierung von Seiteneinsteigern vor dem Unterrichtseinsatz geregelt werden.

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