Jena. Der Studierendenrat der Friedrich-Schiller-Universität (StuRa) stellt sich, trotz Unstimmigkeiten mit den derzeitigen ehrenamtlichen RedakteurInnen, hinter das Konzept der Studierendenzeitung Akrützel. Das Gerücht, es werde über die Abschaffung diskutiert, weist er klar von sich.

Trotz der wiederholten Ablehnung des einzigen Bewerbers auf die Chefredaktion des Akrützels hält der StuRa weiter an der Erhaltung des Akrützels fest. Die Chefredaktion ist die verantwortungsvollste Position innerhalb des Akrützels: Neben dem Umgang mit dem StuRa und den Ehrenamtlichen, ist auch ein sinnvoller Umgang in Presse- und Zivilrechtlich heiklen Angelegenheiten von Nöten, denn am Ende haftet der StuRa – mit den Geldern der Studierenden. Die Mitglieder des StuRa, die den Bewerber in geheimer Abstimmung abgelehnt haben, müssen, der Satzung des StuRa nach, ihren Aufgaben nach bestem Wissen und Gewissen nachkommen.

„Eine Ablehnung ist nur eine Ablehnung. Wir arbeiten engagiert an der Findung einer für alle Seiten gangbaren Lösung.“ betont Marcus D.D. Ðào, derzeit kommissarischer Vorstand des Studierendenrats. Der StuRa weist entschieden zurück, dass eine Abschaffung des Akrützels je zur Debatte stand. Auch gab es nie Bestrebungen, das Akrützel „handlungsunfähig“ zu machen. „Sachliche und gut recherchierte Artikel, und da bilden auch die kritischen keine Ausnahme, sind ein wertvoller Beitrag für die Vielfalt an unserer Universität.“ betont Jonas Krüger, Mitglied des Studierendenrats. Dem Akrützel sollen für seine Arbeit auch weiterhin die seit Jahren üblichen Freiheiten gewährt werden.
Auf jeden Fall bieten die derzeitigen Diskussionen mit den ehrenamtlichen Mitarbeitenden des Akrützels und im StuRa eine gute Gelegenheit, die seit langem schwelenden Fragen hinsichtlich der Organisationsformen und den damit einhergehenden Rechten des Akrützels zu beleuchten – mit allen Vor- und Nachteilen die potenzielle Veränderungen mit sich bringen würden. „Ein Diskurs bietet gute Gelegenheit Altes zu hinterfragen und uns etwas klarer zu werden, welche Rolle das Akrützel für uns einnimmt und wie es diese am besten ausfüllen kann“, erklärt Scania Sofie Steger, kommissarischer Vorstand des StuRa.

Eine konsensuelle Lösung für die Unstimmigkeiten wird es allerdings nur fernab von jedweden Mediendiskursen geben: Es gilt, weiterhin offen aufeinander zuzugehen und Probleme offen und kompromissbereit anzusprechen. Es muss allen Parteien Zeit für fundiertes Handeln eingeräumt werden. Veränderungen sind nicht immer leicht und liegen nicht immer auf der Hand, aber sie sind nötig, um das Erfolgsprojekt Akrützel wieder auf einen guten Weg zu bringen.

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