Der Aufsichtsrat und das Präsidium sowie die Geschäftsleitung der Spielbetriebs GmbH des FC Carl Zeiss Jena haben sich in einer Sitzung vom 12.11.2018 intensiv mit den aktuellen Diskussionen um den Stadionneubau beschäftigt und möchten mit nachfolgender Erklärung hierzu Stellung beziehen:
Wir finden es unverständlich, dass nach nun langjährigen Bemühungen für ein neues Stadion neue Irritationen aufkommen und das gemeinsame Projekt teilweise in Frage gestellt wird. Alle Gremien des Fußballclubs sprechen sich dafür aus, die bisherigen Beschlüsse des Stadtrates konsequent umzusetzen, die sorgfältig und professionell durchgeführte Projektplanung in Sachen Stadionneubau erfolgreich fortzuführen.

Wir sind davon überzeugt, dass Jena ein neues modernes Stadion als Teil einer leistungsfähigen Sportinfrastruktur von Fußball und Leichtathletik benötigt. Der seit 1903 bestehende Fußballclub FC Carl Zeiss Jena bringt bei seinen Spielen im Schnitt knapp 6.000 Zuschauern ins Stadion und gehört damit zu den größten und regelmäßigen Veranstaltern der Stadt. Wir können uns des Eindruckes nicht erwehren, dass die Gegner des Projektes nun das Thema Südkurve als Anlass nehmen, um eine Grundsatzdiskussion zu führen.

Wir positionieren uns ganz klar dafür, die europaweite Ausschreibung wie geplant fortzuführen. Andernfalls steht zu befürchten, dass auf die „Lichtstadt Jena” ein Schatten fällt, der national und international wohl kaum Verständnis findet. Jena ist der Leuchtturm in Ostdeutschland. Dies hat das eben durchgeführte Städteranking mit Jena als Nummer Eins unter den ostdeutschen Städten bekräftigt. Dass das Thema Südkurve eine Herausforderung – sowohl baulich aber eben auch unter Betrachtung der Fankultur – ist, wissen wir. Ausschreitungen verurteilen wir ganz klar, Fankultur, wie wir sie aber auch vielfach und begeisternd wahrnehmen, unterstützen wir vollends.

Wir sind deshalb der Meinung, dass erst zu einem späteren Zeitpunkt der Ausschreibung – zum Beispiel im Rahmen der Ausführungsplanung – entschieden werden sollte, ob dieses herausfordernde Projekt realisierbar ist. Dann liegen belastbare Fakten vor, die aufzeigen, unter welchen Voraussetzungen es planerisch gelöst werden könnte und welche konkreten Mehraufwendungen damit verbunden sind. Zwischenzeitlich sollte der Dialog mit den Fans auf der Basis der Mediation weitergeführt werden.

Gerne helfen wir dabei, die Bedeutung des einzig verbliebenen Fußball-Drittligisten Thüringens auch in der Landespolitik deutlich darzustellen und bei den Haushaltsverhandlungen verständlich zu machen.

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