Verwundert zeigte sich die CDU-Fraktion über die Ablehnung des Ein-Euro-Tickets für die Innenstadt durch die Fraktionen der SPD, Linken und der Grünen. Besonders letztere setzten sich bundesweit für ein ähnliches Format für den ÖPNV ein; die Linken fordern sogar komplett kostenfreien ÖPNV. Dennoch zeigten sich die drei Fraktion wenig lösungsorientiert. Das City-Ticket hätte in Erfurt zum Vorreiter für ein allgemeines vergünstigtes Kurzstreckenticket werden können.

Mit dem von der CDU-Fraktion vorgeschlagenen Ein-Euro-Kurzstreckenticket sollten sowohl Erfurter, als auch Touristen, Pendler und Einkäufer in der Innenstadt kostengünstig die Straßenbahn nutzen können. Dies wäre zudem ein Anreiz gewesen, der einerseits den Einkaufsstandort Innenstadt hätte stärken können und der andererseits den ökologischen Aspekten einer verkehrsberuhigten Innenstadt entspräche. “Ein Euro wäre ein attraktiver Preis”, betonte der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Jörg Kallenbach.

Den Mindereinnahmen der EVAG würden Mehreinnahmen durch zusätzlich verkaufte Tickets gegenüberstehen, unterstreicht Kallenbach dabei. “Wenn die Einnahmen trotz dieser Prognosen nicht reichen sollten, könnte dies durch die Mehreinnahmen bei den zusätzlichen Parkscheinautomaten gedeckt werden. Davon gibt es inzwischen mehr als genug. Für die Autofahrer, die jetzt durch die Begegnungszone zur Kasse gebeten werden, wäre das zumindest ein gewisser Ausgleich”, schlug Kallenbach vor.

In vielen Städten in der Größenordnung von Erfurt gibt es bereits ein solches City- bzw. Kurzstreckenangebot. “Hier hinkt Erfurt deutlich hinterher. Die CDU-Fraktion wird das Thema daher im Blick behalten und weiter entsprechende Vorschläge machen”, betont Kallenbach abschließend.

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