Positive Wanderungsbilanz gegenüber dem Ausland (8.013 Personen), Wanderungsverluste mit den anderen Bundesländern (-4.021 Personen)

Erfurt. Thüringen hatte 2017 einen positiven Wanderungssaldo. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, kamen 2017 per Saldo 3 992 Personen mehr nach Thüringen, als gleichzeitig fortzogen. Den 53.930 Zuzügen standen 49.938 Fortzüge gegenüber. 2016 wurden 56.768 Zuzüge und 59.023 Fortzüge registriert. Bei den Zuzügen ergibt das einen Rückgang um 2.838 Personen (-5,0 Prozent) und bei den Fortzügen einen Rückgang um 9.085 Personen (-15,4 Prozent) zum Vorjahresergebnis.

Deutliche Unterschiede in der Wanderungsbilanz gibt es bei den Wanderungen innerhalb Deutschlands und den Wanderungen von und in das Ausland. Während Thüringen gegenüber den anderen Bundesländern im Jahr 2017 einen negativen Wanderungssaldo aufwies (-4.021 Personen), konnte aus dem Ausland im gleichen Zeitraum ein Wanderungsgewinn verbucht werden (8.013 Personen).

Wanderungsbilanz innerhalb Deutschlands:

Im Jahr 2017 verlor Thüringen durch Wanderungen gegenüber den 15 anderen Bundesländern per Saldo 4.021 Einwohner. Das sind 3.703 Personen weniger als 2016, als Thüringen innerhalb Deutschlands eine Nettoabwanderung von 7 724 Personen verzeichnen musste. Der Wanderungsverlust gegenüber den anderen Bundesländern resultierte 2017 aus 28 041 Zuzügen und 32 062 Fortzügen. Im Jahr 2016 zogen 29 260 Personen zu, während 36 984 Personen fortzogen.

Die größten Nettoverluste musste Thüringen gegenüber Sachsen mit 2 167 Personen registrieren, gefolgt von Bayern (-724 Personen) und Berlin (-378 Personen). Die höchsten Nettowanderungsgewinne verzeichnete Thüringen gegenüber den Bundesländern Sachsen-Anhalt (153 Personen), Baden-Württemberg (83 Personen) und Brandenburg (49 Personen).

Wanderungsbilanz gegenüber dem Ausland:

Im Jahr 2017 hatte Thüringen einen Nettowanderungsgewinn von 8 013 Personen gegenüber dem Ausland (2016: 5 469 Personen). Der Nettowanderungsgewinn aus dem Ausland stieg somit um 2,544 Personen. Der Wanderungsgewinn resultierte aus 25 889 Zuzügen und 17 876 Fortzügen. Im Jahr 2016 kamen 27 508 Personen nach Thüringen, während 22.039 Personen über die Grenzen des Bundesgebietes fortzogen. Dies entspricht einem Minus von 1.619 Zuzügen (-5,9 Prozent) und einem Rückgang von 4.163 Fortzügen (-18,9 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr.

Die höchsten Nettowanderungsgewinne gegenüber dem Ausland verzeichnete Thüringen aus Syrien (1.896 Personen), aus Polen (1.532 Personen), aus Rumänien (1 272 Personen), aus dem Irak (680 Personen) und aus der Türkei (501 Personen).

Bitte beachten Sie:

Eine Unterscheidung der Zuzüge aus dem Ausland nach Schutzsuchenden (Asylbewerber und Flüchtlinge) und Nicht-Schutzsuchenden ist nicht möglich, da dies kein Erhebungsmerkmal der Wanderungsstatistik ist.

    Ausführlichere Jahresergebnisse zur räumlichen Bevölkerungsbewegung Thüringens werden im In-
    ternetangebot des Thüringer Landesamtes für Statistik – sukzessive nach verschiedenen Kriterien aktualisiert – unter folgendem Link bereitgestellt: www.statistik.thueringen.de.

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