Erfurt. Die Thüringer Polizei prüft knapp zehn Jahre nach Einführung der blauen Uniformen einen erneuten Wechsel. Das Thüringer Innenministerium bestätigte MDR THÜRINGEN entsprechende Überlegungen. Demnach werde geprüft, die Uniformen des sogenannten Polizei-Nordverbundes zu übernehmen. In diesem haben sich Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen bei Uniformlieferungen organisiert. Da diese Uniformen sich in Farbe und Schnitt von der Thüringer Polizeikleidung unterscheiden, müsste bei einem Wechsel die komplette Garderobe ausgetauscht werden. Die rund 6.300 Thüringer Beamten tragen Uniformen in marine-blau. Die des Nordverbundes sind in schwarz-blau gehalten.

Der Grund für den möglichen Wechsel ist ein seit Jahren anhaltender Lieferengpass in der Thüringer Polizei. Beim Wechsel von Grün auf Blau 2009 wurde eine eigene Kollektion für Thüringen entworfen. In den ersten Jahren gab es damit bei den Lieferungen keine Probleme. Inzwischen stellen Länder wie Bayern, Hessen oder Baden-Württemberg immer mehr Polizisten ein. Deren Uniformen ähneln denen in Thüringen und werden bei denselben Herstellern bestellt. Nach Informationen von MDR THÜRINGEN sorgen laufende Großaufträge aus diesen Ländern bei der vergleichsweise kleinen Thüringer Polizei für ständige Lieferprobleme. Das soll durch einen geplanten Wechsel zum Nordverbund verbessert werden.

Das Thüringer Innenministerium teilte MDR THÜRINGEN mit, dass die mögliche Umstellung keine zusätzlichen Kosten verursachen werde. Bis November soll nun eine Arbeitsgruppe einen Bericht vorlegen. Danach werde entschieden, ob es zu einem Wechsel komme. Dieser sei für frühestens Anfang 2020 vorgesehen.

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