Erfurt. Thüringens CDU-Landeschef Mike Mohring gibt sich nach der verspäteten Abgabe seiner Steuererklärung für 2016 reumütig. Er entschuldige sich zuallererst bei den Sachbearbeitern seiner Steuerakte, weil er deren Geduld strapaziert habe, sagte Mohring bei der Aufzeichnung des MDR THÜRINGEN-Sommerinterviews. Es gebe jedoch kein Einkommen, das dem Finanzamt nicht vorliege.

Die Staatsanwaltschaft Gera hatte die Aufhebung seiner Abgeordneten-Immunität beantragt, um gegen Mohring ermitteln zu können. Diesen Schritt erklärt sich Mohring so: “Als Politiker hat man eine besondere Vorbildfunktion, und deswegen hat die Säumigkeit auch zu Reaktionen geführt.” Entscheidend sei aber, dass er zu jeder Zeit die Vorauszahlungen geleistet habe, die seinem Einkommen entsprechend zu machen seien. Und dies auch immer fristgerecht. Mohring sagte weiter: “Es gibt kein Einkommen, das nicht angegeben ist. Und die verzögerte Einreichung hat auch nicht dazu geführt, dass ich Steuerschulden verzögert habe oder gar hinterzogen habe.” Die Steuererklärung sei zu spät abgegeben worden, aber seine Steuern dafür, was er an Einkommen habe, die habe er bezahlt.

Mohring fügte hinzu, dass er inzwischen auch die Steuererklärung für 2017 eingereicht habe.

Das MDR THÜRINGEN-Sommerinterview wird am Sonntag, den 5. August 2018 um 19:00 Uhr im MDR THÜRINGEN JOURNAL des MDR FERNSEHENS ausgestrahlt. Ausführliche Informationen dazu gibt es auch auf www.mdr-thueringen.de und bei MDR THÜRINGEN – Das Radio.