Staatsekretärin Babette Winter, Tina Groß und Prof. Dr. Jörg Ganzenmüller. Foto: Stiftung Ettersberg/ Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße
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Erfurt. Am Mittwoch, den 1. August 2018, war es soweit: Die Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße begrüßte die 100.000 Besucherin, Tina Groß. Etwa fünfeinhalb Jahre nach offizieller Öffnung des Hauses und der Eröffnung der Dauerausstellung am 4. Dezember 2013 konnte in kurzer Zeit die ›magische‹ Zahl geknackt werden.

Tina Groß (18) besuchte im Zuge ihrer Vorbereitungstage zum Beginn ihrer Ausbildung im Landratsamt Wartburgkreis das Haus. Gemeinsam mit anderen Auszubildenden kam sie gerade von den »Orten der Friedlichen Revolution in Erfurt« zurück, als sie überraschend von der Staatssekretärin für Kultur und Europa Dr. Babette Winter und Prof. Dr. Jörg Ganzenmüller, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Ettersberg, als 100.000 Besucherin mit Blumen und Geschenken begrüßt wurde.

Neben den individuellen Besucher*innen der Dauerausstellung »HAFT | DIKATUR | REVOLUTION – Thüringen 1949-1989« wird die Gedenk- und Bildungsstätte vornehmlich von Schülergruppen bzw. Auszubildenden besucht. Etwa ein Drittel aller Gäste sind Schülergruppen, wobei etwa 70 Prozent davon aus Thüringen stammen. Die Nachfrage internationaler Schülergruppen steigt ebenfalls, die Angebote in diesem Bereich werden derzeit überarbeitet.

Die Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße ist ein Ort mit doppelter Bedeutung: Sie erinnert an die politischen Häftlinge, die von 1952 bis 1989 in der Untersuchungshaftanstalt des MfS einsaßen.

Gleichzeitig steht der Ort auch für die mutigen Frauen und Männer, die hier am 4. Dezember 1989 die erste Besetzung einer Stasi-Bezirksverwaltung wagten. Diese doppelte Geschichte – von der Repression zur Revolution – konnte nun mittlerweile 100.000 Besucher*innen erzählt werden.

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