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Bürgerinnen und Bürger können mit Wasser-Spenden für Jungbäume helfen

Die derzeitige extreme Witterung und die damit verbundene Dürre beeinträchtigen zunehmend die Vitalität der Stadtbäume in der Landeshauptstadt Potsdam. Nach einer langen Periode ohne nennenswerte Niederschläge werden auch die angekündigten Gewittergüsse keine wesentliche Entlastung für Bäume mit ungünstigen Standortbedingungen bringen. Neben den Beeinträchtigungen durch Hunde-Urin, Autoabgase, verdichtete Böden und winterliche Streusalze schwächt der Wassermangel die Bäume zusätzlich und macht sie anfälliger für einen möglichen Schädlingsbefall.

Die Wässerung der städtischen Grünanlagen und der Jungbäume hat daher für die Mitarbeitenden des Grünflächenamtes zurzeit absolute Priorität und wird mit allen verfügbaren Kräften umgesetzt – durchschnittlich sind zehn bis zwölf Gärtnerinnen und Gärtner derzeit ausschließlich damit beschäftigt. An den Wochenenden werden zusätzliche Sonderschichten gefahren. Dringenden Wässerungsbedarf haben in erster Linie Neupflanzungen von Bäumen und Sträuchern, Blumenkübel, bepflanzte Baumscheiben und sämtliche Pflanzungen mit Wechselbepflanzung wie zum Beispiel die Beete mit Sommerblumen am Bassinplatz, auf der Freundschaftsinsel, am Markt-Center und vor dem Stadthaus. Die dabei
eingesetzten zwei Wasserfahrzeuge des Grünflächenamtes insgesamt circa 18 000 Liter pro Tag. Parallel werden auch Wässerungen über Standrohre und zahlreiche mobile Sprenger ausgeführt, wodurch maximal eine zusätzliche tägliche Wässerungsleistung von 5000 erreicht werden kann. Zehn Sprenger sind zum Beispiel auf der Freundschaftsinsel im Dauereinsatz, in der Russischen Kolonie wird auf einen Brunnen zurückgegriffen. Auf dem Platz der Einheit erfolgt die Bewässerung nachts über eine automatische Beregnungsanlage.

Da die Wettervorhersage auch weiterhin sehr warmes Vor-Sommerwetter ankündigt, werden sich die Belastungen für die 42 000 Straßenbäume in Potsdam trotz einzelner angekündigter Schauer in den nächsten Tagen deutlich verschärfen. Um die damit verbundenen Folgen zu mildern, können jedoch die Anwohnerinnen und Anwohner etwas für die Schatten- und Sauerstoffspender vor der eigenen Haustür tun: Schon 40 bis 50 Liter (vier bis fünf Wassereimer Leitungswasser pro Baumscheibe zweimal wöchentlich) helfen einem Baum spürbar.

Die Landeshauptstadt Potsdam dankt den Potsdamerinnen und Potsdamern im Interesse eines vitalen Baumbestandes für jede Unterstützung bei der Wässerung, vor allem für die kleineren und jüngeren Straßenbäume.