Die Jenaerin Annalena Breitenbach (links) gegen die Freiburgerin Lena Petermann im Bundesliga-Spiel FF USV Jena gegen SC Freiburg im Ernst-Abbe-Sportfeld. Foto: Jürgen Scheere/FFUSV

Allianz Frauen-Bundesliga: FF USV Jena 0:4 (0:2) SC Freiburg

Jena. Der FF USV Jena ist aus der Allianz Frauen-Bundesliga abgestiegen. Das letzte Heimspiel verloren die Thüringerinnen gegen den SC Freiburg mit 0:4. Durch den parallelen Auswärtssieg des SV Werder Bremen in Köln beträgt der Abstand Jenas auf Rang 10 vor dem letzten Spieltag nun vier Punkte und ist damit nicht mehr aufzuholen. Dabei hatte die Mannschaft aus dem Paradies wieder einmal kein schlechtes Spiel gemacht, wie auch Gästetrainer Jens Scheuer auf der Pressekonferenz nach der Partie bemerkte.

Bereits der erste Angriff der Greulich-Schützlinge wurde gefährlich. So verschätzte sich Freiburgs Abwehrspielerin Schiewe bei einem langen Ball in die Spitze, sodass Lisa Seiler ihren Bewachern entwischen konnte. Mit Auge spielte sie den Pass zu Herrmann, die in der Mitte zum Abschluss kam. Nachdem der erste Schuss pariert wurde, landete der Nachschuss am Lattenkreuz (2.).

Ein vielversprechender Auftakt, bei dem immer wieder auch Jenas Urgestein Lisa Seiler eine Rolle spielte. Unglücklicher Weise sollte sie dann aber auch auf der anderen Seite des Platzes im Mittelpunkt stehen: Ein hoher Ball segelte in den Strafraum, Seiler wollte klären, traf den Ball nicht richtig und damit ins eigene Tor (18.).

Freiburg konnte danach aus sicherer Position agieren, Jena zeigte sich jedoch weiterhin bemüht. Der zu diesem Zeitpunkt überraschende, in dieser Saison allerdings irgendwie symptomatische Rückstand verunsicherte das Jenaer Team und stellte so die Defensive der Baden vor keine größeren Probleme.

In der 38. Minute hatten dann aber auch die Gäste einen Rückschlag zu verkraften. Nach einem Zweikampf blieb Kim Fellhauer verletzt liegen. Das Spiel ging für sie nicht weiter. Erste Vermutungen ließen auf einen Kreuzbandriss schließen.

Ein Konter vor der Pause vergrößerte dann aber sogar noch das Jenaer Leid. Der SCF machte es den Hausherrinnen vor: Clever über links kombinierten sich die Rot-Schwarzen in den Strafraum durch, wo der Ball schließlich zu Carolin Simon kam. Diese hatte keine Mühe, einzuschieben (45.+3). „Ich weiß nicht, wie wir hier 2:0 führen können.“, fasste Jens Scheuer den ersten Durchgang zusammen. Der Freiburger Trainer hatte den FF USV als mindestens gleichwertigen Kontrahenten wahrgenommen.

Doch Spiele wie diese passen einfach zur Jenaer Saison. Auch in Halbzeit Zwei erspielten sich die Blau-Weißen ein Gros der Chancen. Immer wieder scheiterten sie jedoch an einer stark agierenden Maria Korenčiová im Freiburger Tor oder aber an Abwehrspielerinnen, die jede einzelne Jenaer Chance vereitelten. Jubeln durften so auch im zweiten Durchgang nur die Gäste: Klara Bühl im Nachsetzen (57.) und Lena Petermann mit einem Lupfer (80.) markierten die Treffer Drei und Vier zum Endstand.

Für Jena geht es also in die neue eingleisige 2. Bundesliga. Gästetrainer Scheuer drückte sein Bedauern über den Abstieg der Jenaerinnen aus. „Wir sind immer gern hierhergefahren.“ Ärgerlich zeigte er sich darüber, dass der eingeplante Sieg im Ernst-Abbe-Sportfeld wohl dennoch keinen Unterschied an der Tabellenspitze machen wird. Der VfL Wolfsburg hatte auf den Einsatz etatmäßiger Stammkräfte in der Startformation verzichtet und gegen den FC Bayern München verloren. Die Chancen, sich für die Champions League zu qualifizieren, stehen somit gering.

Auch U21 muss Niederlage hinnehmen

Auch die U21 des FF USV Jena zog in ihrem Heimspiel den Kürzeren. Gegen den SV Weinberg verlor die Mannschaft von Christian Kucharz im Universitätssportzentrum das zweite Relegationsspiel ebenfalls mit 0:4.

Beide Jenaer Mannschaften bestreiten in der kommenden Woche nun auswärts ihre jeweiligen Abschiedsspiele in der Liga. Während die „Erste“ nach Duisburg reist, tritt die U21 beim FC Speyer an.

FF USV Jena: McLeod – Woeller, Breitenbach, Utes, Cameron (70. Riedel), Sedláčková, Heinze, Graf, Seiler (80. Tellenbröker), Schmidt (60. Rieke), Herrmann

SC Freiburg: Korenčiová – Fellhauer (37. Starke), Knaak, Kayikci, Lahr (62. Karl), Bühl, Petermann, Hegenauer (60. Minge), Schöne, Simon, Schiewe

Gelbe Karten: Schöne

Tore: 0:1 Seiler (18./ET), 0:2 Simon (45.+3), 0:3 Bühl (57.), 0:4 Petermann (80.)

Zuschauer: 364

Schiedsrichterin: Marina Wozniak (Herne)

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